Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte    

Aargauerbrot aus Halbweissmehl


19. Februar 2017
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Kategorien: Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte

Wer gern helle Brote mit luftiger, weicher Krume und knuspriger Kruste mag, sollte sich vielleicht an diesem Aargauerbrot aus Halbweissmehl versuchen. Denn dieses Schweizer Kantonsbrot schmeckt nicht nur als Beilage zu einer cremigen Aargauer Rüebli-Suppe (Rüebli = Karotten) oder zu einem rezenten Käsefondue …

 

 

Das Aargauerbrot gibt es in der Schweiz übrigens in zwei Sorten: Zum einen diese Variante hier mit hellem Halbweissmehl (Typ 720), zum anderen in einer dunkleren Variante mit Ruchmehl (Typ 1100). Eigentlich handelt es sich bei diesem Brot lediglich um ein herkömmliches Halbweiss- oder Ruchbrot. Doch durch die typische Form, wird herkömmlich ganz einfach zum traditionellen Kantonsbrot – und traditionell schmeckt gut.

 


 

Benötigte Zutaten

Ergibt: 2 mittelgrosse Brote

 

 


 

So gelingt die Zubereitung vom Aargauerbrot

 

  1. Halbweissmehl, Salz sowie Malzextrakt mischen und Frischhefe dazubröseln.
  2. Wasser beigeben und ca. 3 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten.
  3. Auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 7 Minuten kneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Teigprobe: Lässt sich der Teig mit den Fingern – ohne dabei zu reissen – hauchdünn ausziehen, ist er genug geknetet.
  4. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, zudecken (mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) und 90 Minuten ruhen lassen.
  5. Teig anschliessend in zwei gleich schwere Stücke teilen (ca. 428 g pro Stück). Diese zu länglichen Laiben formen, deren Enden spitz zulaufen.
  6. Beide Teiglinge nun auf ein gut bemehltes Küchentuch, mit dem Verschluss nach oben, absetzen. Weitere 35 Minuten ruhen lassen.
  7. Ofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen.
  8. Teiglinge umdrehen und das überschüssige Mehl von der Oberseite entfernen (zum Beispiel mit einem trockenen Backpinsel).
  9. Backen ohne Brotbackstein: Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, Oberfläche mit einem Pinsel mit Wasser bestreichen und der Länge nach S-förmig einschneiden. Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben, die Ofenwände sofort mit Wasser besprühen und für ca. 35 – 40 Minuten goldbraun ausbacken. Sofort nachdem die Brote aus dem Ofen raus sind, die Oberfläche mit etwas frischem Wasser bestreichen (wieder mit dem Backpinsel).
  10. Backen mit Brotbackstein: Ersten Teigling auf einen leicht bemehlten Holzschieber (z.B. Gemüse-Schneidbrettchen aus Holz) legen, mit dem er in den Ofen auf den heissen Brotbackstein geschoben werden kann. Oberfläche des Teiglings mit einem Pinsel mit Wasser bestreichen, der Länge nach S-förmig einschneiden und in den Ofen auf den Brotbackstein abschieben. Mit dem zweiten Teigling genau gleich verfahren. Sind beide Teiglinge im Ofen, die Ofenwände sofort mit Wasser besprühen und die Aargauerbrote für ca. 35 Minuten goldbraun ausbacken.Sofort nachdem die Brote aus dem Ofen raus sind, die Oberfläche mit etwas frischem Wasser bestreichen (wieder mit dem Backpinsel).

 


 

Rezept für Aargauerbrot aus Halbweissmehl

Rezept für Aargauerbrot aus Halbweissmehl

 


 

Tipps

  • Wird das Brot nach dem Backen mit Wasser bestrichen, verleiht das der Oberfläche mehr Glanz. Im Schweizer Bäckerjargon nennt man diesen Schritt auch «abglänzen».

 


 

Ähnliche Rezepte

 


 

Rezept für Aargauerbrot aus Halbweissmehl

 


 

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Aargauerbrot aus Halbweissmehl
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16 Kommentare

  • Debby schrieb am 19. Februar 2017:

    Zum Glück komm ich vom Mittagessen, sonst hätte ich gleich wieder Hunger… Das Brot sieht superlecker aus, so luftig schaffe ich es einfach noch nicht… Aber ich gebe nicht auf und sauge deine Tipps immer wieder auf – danke dafür =)
    Geniess dein Brot (auch wenn es mittlerweile wahrscheinlich weg ist ;-)) und hab einen wunderbaren Sonntag.
    Lg Debby

    • Streusel schrieb am 19. Februar 2017:

      Hallo Debby

      Danke für dein Kompliment. Ich würd auch sagen: Nicht aufgeben, denn nur Übung macht den Meister. Aber ich hab so das Gefühl, wenn du dein Brot mal nach diesem Rezept machen würdest, könnte es auch bei dir so luftig werden. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Andi schrieb am 4. Januar 2019:

    Wie sieht es aus wenn statt die 90 minuten die gare über nacht geht. Funtktioniert das auch?

    • Streusel schrieb am 5. Januar 2019:

      Hallo Andi

      Dieses Rezept ist von mir noch nicht mit Übernachtgare getestet worden. Dazu müssten die Zutaten angepasst und das Rezept etwas umgeschrieben werden.
      Mehr dazu kannst du in diesem Beitrag von mir nachlesen: Streusels Rezepte für Übernachtgare abändern.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Bruno (Der Name Beat ist ein Pseudonym) schrieb am 22. März 2019:

    Hallo Judith

    Ich versuchte schon einige male dein Aargauerbrot zu Backen. Alles ist perfekt ausser, dass der Ausbund nie so aussieht. Meiner ist eher wie bei enem ganznormalen Zürcher Brot also fas nichts aufgerissen. Ich verauchte es schon mehrmals aber ich schaffe es nicht. Bei deinen Semmeli ist es das gleiche…Leider. Was muss ich machen damit der Ausbund stimmt. Eine Längere Gärung oder kürzer? Wie einschneiden (Gerade oder eher Flache Messerhaltung). Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.
    Vielen Dank und ein schönes Wochenende
    Beat

    • Streusel schrieb am 22. März 2019:

      Hallo Beat

      Das mit dem Ritzen ist tatsächlich nicht ganz einfach und kommt mit der Übung und etwas Gefühl für den richtigen Zeitpunkt – Über- oder Untergare sind nicht optimal. Falls du dir nicht ganz sicher bist, dann ritze lieber etwas früher ein.
      Ich halte das Messer jeweils nicht ganz gerade, sondern kippe es beim Schneiden leicht zur Seite, so dass es etwas flacher liegt. Wichtig ist auch, dass du eine sehr scharfe Klinge verwendest (ich benutze eine Rasierklinge).

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Veronika schrieb am 22. September 2019:

    Sehr feinMerci Veronika

  • Claudia schrieb am 28. März 2020:

    Liebe Streusel,
    Ich habe heute das Tessinerbrot nachgebacken und möchte mich nun an dieses wagen. Die Tessiner waren super. Mein Mann meinte sogar er hätte noch nie so gute gegessen!
    Kann ich den Malz immer 1:1 mit Honig ersetzen? Also 8gr Malz = 8g Honig?
    Herzliche Grüsse

    • Streusel schrieb am 30. März 2020:

      Hallo Claudia

      Du kannst Malz immer 1:1 mit Honig ersetzen.
      Falls du aber öfters nach meinen Rezepten Brot bäckst, würde ich dir trotzdem empfehlen, mal etwas Malz zu kaufen. Der Honig dient sehr gut als Hefenahrung, ebenso wie das Malz. Das Malz hat jedoch noch andere positive Eiflüsse auf den Teig, die dem Honig fehlen, weshalb schlussendlich die Verwendung von Malz zu bevorzugen ist. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Franc schrieb am 2. April 2020:

    Ciao,
    Ho usato il lievito secco per panificazione della MIgros con 10 gr di zucchero integrale bio al posto del Malzextrakt.
    Ho mischiato e lavorato la pasta per circa 7 minuti con una forchetta.
    Ho fatto la S non abbastanza profonda ma comunque il risultato è ottimo :)!

    • Streusel schrieb am 3. April 2020:

      Ciao Franco
      Sono molto contento che sia andata così bene comunque.
      Continuate a divertirvi a cucinare.

      Cordiali saluti
      Judith

  • Franc schrieb am 16. April 2020:

    Ciao, ho usato la farina Bianca terrasuisse invece di quella semibianca, zucchero integrale bio e lievito secco (7gr). L’impasto è risultato un po’ molle e così ho fatto due ciabatte con la S. Comunque molto buone con un po’ di crosta!
    Franc

    • Streusel schrieb am 17. April 2020:

      Ciao Franco
      Sono contento che tu sia riuscito a farlo comunque.

      Judith

  • Monika schrieb am 17. Mai 2020:

    Ein Riesenerfolg! Sogar jemand, der ansonsten heikel ist bis zum geht-nicht-mehr, war hell begeistert von diesem Brot. Und ich musste versprechen, sehr bald wieder eins zu machen.
    Deine Rezepte sind überhaupt sensationell, mir gelingt einfach jedes. Mein einziges Problem ist, ich vertrage keine Schokolade. Ich versuche jeweils die Schokolade wegzulassen oder durch Kakao-/Schokoladenpulver zu ersetzen. Hast Du ev. einen Tip, in welchem Verhältnis? Ich mach’s jeweils Handgelenk-x-Pi.

    • Streusel schrieb am 18. Mai 2020:

      Hallo Monika

      Freut mich sehr, dass dir meine Rezepte so gut gelingen.
      Bezüglich Schokolade kann ich dir keinen Tipp geben, da sich Kakaopulver ja schon etwas anders verhält als Schokolade.
      Wie kommt es, dass du Schokolade nicht verträgst, aber Kakaopulver schon?

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Monika schrieb am 18. Mai 2020:

    Liebe Judith
    Warum ich Schokolade nicht vertrage aber Kakaopulver schon weiss ich nicht. Nach Schokolade pur, als Überzug, im Gebäck oder in welcher Form auch immer habe ich jeweils Bauchkrämpfe. Wenn ich Kakao-/Schokoladepulver benütze aber nicht.
    Der Mensch ist eben ein sonderbares Wesen.