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Brotlagerung – Wie hält sich Brot am längsten frisch?


28. Februar 2016

Kategorien: BasiswissenTipps und Tricks

Es gibt viele Meinungen wie Brot am Besten gelagert werden soll. Die einen schwören auf Stoffbeutel, die anderen verwenden Brotkästen aus Holz oder Ton und wieder andere packen es gar in den Kühlschrank.

 

Da dies doch immer wieder ein Thema in unserer Familie ist und jeder bei der Brotlagerung ein bischen anders verfährt, dacht ich mir, das wär doch noch was für meinen Blog. Wie man das Brot aufbewahrt und geniesst, ist schlussendlich auch immer noch Geschmacksache. Meine Eltern züchten gerne Gummibrot und lagern es im Tupperware-Topf, ich mag es lieber knusprig und irgendwann trocken (und dann mit etwas frischer, kalter Butter bestrichen. Hach.) und stell es lediglich auf der Schnittkante aufs Brotbrett. Ein paar Tipps und etwas Wissen rund ums Brot und sein Alterungsprozess, habe ich euch hier trotzdem mal zusammengefasst. Vielleicht hilfts ja.

 

Brotlagerung

 


 

Brotalterung

Um ein Verständnis für die Lagerung von Brot zu erhalten, muss zuerst über die Brotalterung gesprochen werden. Beim Alterungsprozess verliert Brot in erster Linie Wasser und wird dadurch trocken. Diesen Wasserverlust nennt man Retrogradation. Bei Temperaturen zwischen –8 und +8 °C geschieht die Retrogradation dreimal schneller als bei höheren oder niedrigeren Temperaturen. Und dreimal schneller ist schon schnell. Ziemlich schnell sogar.

 

Umgebungstemperatur

Die Brotlagerung im Kühlschrank, ist damit wohl die schlechteste «haltbarkeitsverlängernde» Idee. Wenn das Brot in den nächsten paar Tagen konsumiert werden soll, lagern wir es darum am besten bei normaler Raumtemperatur. Soll es nicht gleich gegessen und für kommende, brotlose Notfallsituationen aufbewahrt werden, kommt es in den Tiefkühler. Dazu schneide ich das Brot auch gerne in Scheiben, so kann ich bei Bedarf einfach so viele Scheiben im Toaster auftauen wie ich mag. Mehr Infos zum Tiefkühlen von Brot gibts übrigens in diesem Beitrag von mir.

 

Aufbewahrungsort

Damit das Brot nicht zu schimmeln beginnt, braucht es Luft. Darum sind Plastikbeutel, Tupperwareboxen oder ähnliches eher ungeeignet. Ausserdem hinterlassen Sie beim Brot einen leichten Beigeschmack nach Plastik und lassen die Kruste gummig werden.

Ein Stoffbeutel oder die Papiertüte vom Bäcker sind da schon besser geeignet. Auch ein Ton- oder Steinguttopf, der die Luft zirkulieren lässt, kommt definitiv in Frage. Eine solche Anschaffung ist jedoch meiner Meinung nach gar nicht unbedingt nötig.

Am besten (und meine persönlich bevorzugte und praktizierte Art) ist es, das Brot auf die Schnittkante (so trocknet es weniger schnell aus) auf ein einfaches Holzbrett zu stellen. Dadurch bleibt auch die Kruste schön knusprig und gummiges Brot wird Geschichte. Bester Beweis dafür ist der Bäcker selbst: Dieser präsentiert sein Brot auf Holzregalen und nicht in Plastikboxen.

 

Brotsorten

Nicht zu vergessen ist, dass nicht jedes Brot gleich schnell altert. Vollkorn-, Roggen- oder Sauerteigbrot lässt sich viel länger ungefroren aufbewahren, als luftiges Weissbrot.

 

  • helles Weizenbrot: 2–4 Tage
  • Roggenbrot: 4–6 Tage
  • Vollkornbrot: 7–9 Tage

 


 

Fazit

 

Am besten lagert sich Brot:

  • auf einem einfachen Holzbrett (auf die Schnittkante gestellt)
  • in einem Ton- oder Steingut-Topf
  • in einem Stoffbeutel
  • in der Papiertüte vom Bäcker

 

Nicht geeignet für die Brotlagerung:

  • der Kühlschrank (sehr böse)
  • luftdichte Plastikbeutel
  • Tupperwareboxen aus Plastik

 

 


 

Tipps

  • Brot lässt sich auch sehr gut tiefkühlen.
  • Wer keinen Platz für Brot im Tiefkühler hat: Das Roggen-Knäckebrot lässt sich auch so gut ein bis zwei Wochen aufbewahren.
  • Wenn das Brot dann doch irgendwann trocken wurde, lässt sich ganz einfach Paniermehl / Semmelbrösel daraus herstellen.

 


 



               



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