Cremeschnitten (ohne Gelatine)


Diese Cremeschnitten schmecken noch besser als die vom Lieblings-Konditor – versprochen. Warum? Na weil alles von A-Z selbst gemacht ist und so gute und hochwertige Zutaten verwendet werden. Der knusprige Blätterteig enthält Butter, anstelle von Palmöl, die zarte Creme dazwischen wird ohne künstliches Aroma, dafür mit echter Vanille gekocht und die Zuckerglasur kommt ganz ohne Zusatzstoffe aus.

Rezept für selbst gemachte Cremeschnitten.

Ich muss gleich zu Beginn warnen: Die Herstellung der einzelnen Komponenten (Blätterteig, Füllung, Zuckerglasur) ist relativ einfach. Die Schwierigkeit kommt erst zum Schluss und liegt beim Schneiden zu einzelnen, schön portionierten Cremeschnitten. Doch mit etwas Übung und einem scharfen Messer, gelingt auch das und den «besten Cremeschnitten der Welt» steht nichts mehr im Weg. Es lohnt sich.

Anaïs Decasper

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Rezept-Überblick: Cremeschnitten (ohne Gelatine)

Menge


Für: 10 Personen


Ergibt: 10 Stück

Stückgrösse: 9×4 cm (L×B)


Haltbarkeit


Im Kühlschrank (1 bis 5°C):
2 Tage (gut verschlossen)


Zubereitungszeit


Aktive Zubereitungszeit: 03H00M


Wartezeit: 02H30M


Zeit Total: 05H30M


Backen


Ofentemperatur: 200°C


Betriebsart: Ober- und Unterhitze


Position: Mittlere Schiene


Backdauer: 00H30M


Backform: Backblech (L×B×H: 43×34×2.2 cm)


Ofentemperatur und Backdauer können je nach Backofen leicht abweichen.


Das Video zum Rezept


Zutaten

Teig

Füllung

Glasur


Zubereitung

  1. Aus Backpapier 10 Cremeschnitten-Papierchen (L×B: 16×10 cm) ausschneiden und bereitlegen, sodass die einzelnen Cremeschnitten nach dem Schneiden sauber und einzeln eingepackt werden können.
  2. Den Blitz-Blätterteig herstellen und zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Die Vanillecreme / den Vanillepudding nach dem Grundrezept herstellen (das Grundrezept kann verdoppelt und der abgekühlte, glattgerührte Pudding anschliessend abgewogen werden, um die effektiv benötigte Menge zu erhalten).
  4. Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  5. Den Blätterteig 2 mm dick, rechteckig (L×B: 40×34 cm) ausrollen. Ist das Nudelholz nicht breit genug, rollst du den Teig in zwei Portionen aus und klebst ihn anschliessend mit etwas Wasser zusammen. Während dem Ausrollen den Teig immer wieder auflockern, da er sich sonst beim Backen verformt.
  6. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und dicht mit einer Gabel einstechen.
  7. Das Blech auf der mittleren Schiene in den Ofen schieben und 30 Minuten backen. Sollte der Teig zu Beginn des Backens an manchen Stellen zu stark aufgehen, sofort mit der Gabel nochmals einstechen, damit er wieder etwas zusammenfällt.
  8. Zum Auskühlen den Blätterteig mitsamt Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen.
  9. Den ausgekühlten Blätterteig mit einem scharfen Messer in drei rechteckige Stücke schneiden (L×B: je 40×9 cm). Dazu den Blätterteig entlang der Schnittlinie zuerst nur fein einritzen, dann immer mehr bis er ganz durchtrennt ist.
  10. Den Vollrahm steif schlagen und behutsam unter den glattgerührten Vanillepudding ziehen.
  11. Den ersten Blätterteig-Boden mit 450 g Vanillepudding bestreichen.
  12. Den zweiten Blätterteig-Boden darauflegen, sanft andrücken und ebenfalls mit 450 g Vanillepudding bestreichen.
  13. Den dritten Blätterteig-Boden umgekehrt darauflegen (d.h. die Fläche, welche direkt auf dem Backblech lag, nach oben drehen, sodass die flachere Seite oben ist) und leicht andrücken.
  14. Die Seiten der Cremeschnitte mit einem Tortenspatel säubern und begradigen. Eventuell herausgedrückte Creme wird damit entfernt, vorhandene Löcher werden mit zusätzlicher Creme geschlossen.
  15. Die Aprikosenkonfitüre kurz erhitzen und mit einem Pinsel als hauchdünne Schicht auf die Oberfläche der obersten Blätterteigschicht streichen.
  16. Für die Glasur den Puderzucker mit Wasser mischen, gleichmässig auf die mit Konfitüre bestrichene Oberfläche giessen und mit dem Tortenspatel zügig glattstreichen.
  17. Die Zuckerglasur etwa 5 Minuten antrocknen lassen.
  18. Die Cremeschnitte mit einem sehr scharfen Messer in 4 cm breite Stücke schneiden (10 Stk.).
  19. Die Cremeschnitten jeweils in die Mitte eines anfangs zugeschnittenen Backpapiers stellen und die Längsseiten links und rechts hochklappen.

Tipps

  • Der Blätterteig (noch nicht gebacken) kann auch einen Tag im Voraus zubereitet werden. Eigentlich genügt die Hälfte des Teiges für die 10 Cremeschnitten. Ich rate aber die ganze Portion herzustellen, da sich die Zubereitung dann mehr lohnt und noch andere Sachen daraus gebacken werden können.
  • Schneidetipp ohne Partner: Die erste Schicht Blätterteig an der Schnittlinie fein einritzen. Dann immer mehr ritzen, bis der Blätterteig durchtrennt ist. Halte dabei mit der freien Hand die Cremeschnitte etwas fest, damit sie nicht wegrutscht. Anschliessend mit derselben Taktik die zweite Schicht durchtrennen. Die unterste Schicht schliesslich einfach abdrücken.
  • Schneidetipp mit Partner: Die erste Schicht Blätterteig an der Schnittlinie fein einritzen. Dann immer mehr ritzen, bis der Blätterteig durchtrennt ist. Dein Partner hält dabei mit zwei in Folie gewickelten Kartonscheiben den Teil der Cremeschnitte zusammen, welcher noch nicht abgetrennt wird. Anschliessend mit derselben Taktik die zweite Schicht durchtrennen. Die unterste Schicht schliesslich einfach abdrücken.

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Rezept für selbst gemachte Cremeschnitten.
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Cremeschnitten (ohne Gelatine)
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21 Kommentare

  • Claudia schrieb am 13. August 2018:

    Liebe Streusel, bei grosskonditoreien werden die Cremeschnitten oft ohne Glasur eingefroren und bei bedarf entnommen. Darf ich davon ausgehen, dass dies mit deinem Rezept auch möglich ist oder müsste zu diesem zweck etwas verändert werden? Liebe Grüsse Claudia

    • Streusel schrieb am 13. August 2018:

      Hallo Claudia

      Empfehlen würde ich dir das Einfrieren der Cremeschnitten sicher nicht. Da hier ausschliesslich frische Produkte verarbeitet werden und keine Zusatzstoffe zum Einsatz kommen, die das Gefrieren begünstigen, müsstest du mit einem grossen Qualitätsverlust rechnen.

      Darum nein: Diese Cremeschnitten kannst du nicht tiefkühlen. Sie schmecken frisch aber auch viel besser. Kleiner Tipp, falls du Cremeschnitten übrig hast: Bring sie deinen Nachbarn vorbei – sie werden dich dafür lieben. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Franz Oberholzer schrieb am 6. November 2018:

    Liebe (r)Cremeschnitten Konditor (in)
    Ich habe schon viele Cremeschnitten mit der Dimension 32 x 9 x 7 cm für Familienfeten hergestellt.
    Ich weiss, jedesmal werde ich gebeten diese zu verschneiden , weil sie Angst haben, die Creme könnte beim Schneiden unter den Blätterteigschnitten rausgedrückt werden. Am Besten funktionierts mit einem scharfen Steakmesser, eben eines mit Wellenschliff. Setzte nun das Messer an der Cremeschnitte so an, als wärs ein Stichsägeblatt. So kannst Du mit der Auf- und Abwärtsbewegung sie in einzelne Stücke zerschneiden ohne dass die Creme rausgedrückt wird..
    Wünsche gutes Gelingen. Gruss Franz

    • Streusel schrieb am 6. November 2018:

      Hallo Franz

      Vielen Dank für deinen Tipp. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Anny Gafner schrieb am 14. April 2019:

    Hallo liebe Judith, ich bin per Zufall auf diesen wunderbaren Beitrag / Rezept für Cremeschnitten gestossen. Habe sie noch nicht ausprobiert aber es lockt sehr, zumal ich hier in England wohne und wir solche Köstlichkeiten nicht kaufen können. Bei uns gibt’s diese Schnitten einfach mit Rahm gefüllt – alles immer mit Rahm!!!! – und der Blätterteig lässt auch zu wünschen übrig. Son verzichtet man lieber drauf… aber bald schon gibt’s hausgemachte! Judihui!
    Vielen Dank und liebe Grüsse Anny

    • Streusel schrieb am 15. April 2019:

      Hallo Anny

      Freut mich sehr, dass ich dir (hoffentlich) weiterhelfen kann. 🙂
      Bin gespannt, ob sie dir schmecken.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Christina schrieb am 4. Mai 2019:

    Liebe „Streusel“ 🙂
    Die Crèmeschnitten und insbesondere die Vanillecrème ist grossartig, herzlichen Dank für das Rezept! Ich bin gestern per Zufall darauf gestossen und habe es heute ausprobiert.
    Kann ich ein Zuviel an Crème einfrieren oder ist die dann nicht mehr so fest?
    Vielen Dank nochmals und liebe Grüsse, Christina

    • Streusel schrieb am 5. Mai 2019:

      Liebe Christina

      Vanillecreme eignet sich leider nicht unbedingt zum Tiefkühlen und sollte darum innert zwei Tagen gegessen werden. Da musst du durch 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Mario schrieb am 11. Mai 2019:

    Hallo Judith
    habe eine Frage:
    „Während des Ausrollens, den Teig immer wieder auflockern, da er sich sonst beim Backen zu stark zusammenzieht.“
    wie lockere ich den Teig auf.
    Bei uns (Südafrika) ist es sehr schwierig (fast unmöglich), dass der Teif nach dem auswallen aufgeht>

    Für Tips bin ich sehr dankbar

    Mario
    Kapstadt

    • Streusel schrieb am 12. Mai 2019:

      Hallo Mario

      Der Blätterteig für diese Cremeschnitten wird während der Verarbeitung im ungebackenen Zustand sowieso nicht aufgehen, da er keine Hefe enthält.

      Den Teig während dem Ausrollen auflockern kannst du, wenn du mit beiden Händen flach unter den Teig greifst und ihn ganz leicht hochhebst und ganz leicht schüttelst. Nur ganz leicht, so dass er sich, eben wieder etwas «lockert» und zusammenzieht.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Petra schrieb am 1. August 2019:

    Liebe Frau Streusel

    Herzlichen Dank für das tolle Cremeschnitten-Rezept. Sie haben kööööstlich geschmeckt!! (Wie übrigens alles was ich bisher von dieser Seite nachgebacken habe!!!) Hab sie optisch ein wenig dem Nationalfeiertag angepasst! 🙂
    Aber ich hatte riiisen Probleme mit dem Schneiden der Cremeschnitte!!! Naja… und das Ergebnis hat dann auch dem entsprechend speziell ausgesehen!! Es hat mich vielviel Nerven gekostet!!
    Gibt es einen speziellen Grund warum man nicht jede Schnitte einzeln schichtet? Hab mir überlegt, falls ich es noch einmal versuchen sollte, würde ich vermutlich jede Cremeschnitte einzeln fertigstellen!
    Liebe Grüsse und Danke…

    • Streusel schrieb am 5. August 2019:

      Liebe Petra

      In der Bäckerei wird nicht jede Schnitte einzeln geschichtet, weil dies länger dauert, als wenn sie geschnitten werden. Ich gebe zu, in der Bäckerei ist die Vanillecreme vielleicht auch ein klein wenig stabiler (weil oftmals ein fertiges Cremepulver zum Einsatz kommt) und der/die Bäcker/in hat mehr Übung und Erfahrung im Schneiden. Zudem gibt es auch professionelle Hilfsmittel um die süssen Köstlichkeiten zu schneiden.

      Aus meiner eigenen Erfahrung: die Übung machts. 😉 Selbstverständlich kannst du aber auch jede Schnitte einzeln schneiden.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Olivia Disch schrieb am 19. Dezember 2019:

    Guten Tag, dieses Rezept klingt wunderbar, ich werde es nächste Woche nachbacken und freue mich schon drauf.
    Ich habe soeben die Kommentare gelesen, mein Tipp (als gelernte Konditorin ;)) zum Schneiden der Cremeshnitten: ihr könnt sie ganz fertig stellen, inkl. Guss, anschliessend einfach in den Tiefkühler stellen und komplett gefrieren lassen. Dann quillt euch die Creme beim Schneiden nicht raus, so werden sie in der Backstube hergestellt. Das spart euch eine Menge Nerven, Zeit und Sauerei gibts auch fast keine.
    Liebe Grüsse

  • Erhard schrieb am 29. Dezember 2019:

    Hallo Judith

    Danke für dein sehr gut beschriebenes Rezept – sehr fein.

    Nur, wie kriege ich den Teig so hin, dass er dünn und v.a. eben bleibt?

    Das mit dem Umdrehen der obersten Teiglage habe ich gesehen, eingestochen habe ich auch grosszügig und gebacken habe ich zwischen zwei Backblechen. Das Resultat ist aber noch nicht befriedigend.

    Gruss
    Erhard

    • Streusel schrieb am 1. Januar 2020:

      Hallo Erhard

      Dass es im Teig ab und zu ein paar grössere Blasen gibt, ist normal. Wenn er mir dann «zu» uneben wird, korrigiere ich das nach dem Backen jeweils mit dem Messer und schneide die zu hohen Stellen etwas zurück.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Daniela schrieb am 14. Februar 2020:

    Hallo Judith
    Dein Cremeschnitten Rezept mit der dazugehörenden Schneideanleitung tönt verlockend.
    3 meiner Enkel müssen jeweils auf Cremeschnitten oder ähnliches verzichten, da sie Milch/Laktose nicht vertragen.
    Meine Frage: kann man die Backcreme auch mit Reismilch herstellen?

    • Streusel schrieb am 20. Februar 2020:

      Hallo Daniela

      Mit Reismilch habe ich das Rezept selber noch nicht versucht, sollte aber theoretisch möglich sein. Gib evt. noch ein klein wenig mehr Maizena zum Rezept.
      Ansonsten: Warum nicht auf laktosefreie Milch zurückgreifen?

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Franz Oberholzer schrieb am 15. Februar 2020:

    Für alle die sich schwer tun, eine lange Cremeschnitte in einzelne Stücke zu schneiden. Bubieinfach.
    Nimm ein scharfes Steakmesser mit Wellenschliff und setzte es bei der zu teilenden Svhnitte so an, als würdest Du mit einer Stichsäge die einzelnen Segmente abschneiden. Das Messer nun auf und ab bewegen und Du wirst beglückt sein ab diesem Trick.Hättest Du ein sehr schmales Messer, wäre sogar ein Konturenschnitt möglich
    Gruss Franz

  • Jessica schrieb am 28. Mai 2020:

    Liebe Judith
    Auf Pinterest auf der Suche nach einem Cremeschnitten-Rezept bin ich per Zufall auf deinen Blog gestossen. Nun komme ich kaum raus durch deine Rezepte zu stöbern! Das klingt alles so toll. Kann kaum erwarten selber aktiv zu werden in der Küche. Die Cremeschnitten werden auf jeden Fall dieses Wochenende ausprobiert. Danke für deine Ideen, Erfahrungen und Tipps und Tricks!
    Liebe Grüsse
    Jessica

  • Sara schrieb am 1. Januar 2021:

    Liebe Streusel
    Vielen Dank für das rolle Rezept, wir haben die Crèmeschnitten für die Familie an Silvester gemacht und alle waren begeistert!
    Wir haben sie allerdings in zwei Schritten gemacht (den Teig und die Creme am Abend vorher, dann am Tag danach gebacken und geschichtet), was für uns eine gute Entscheidung war, es esch scho e büez 🙂 Aber eine, die sich total lohnt!

    Danke und liebe Grüsse
    Sara

  • Barbara schrieb am 7. September 2023:

    Hallo Judith,
    durch die Eingabe von Renato Kaiser ist deine Darbietung und ihm samt Eurer Berliner angeboten worden. Beim Stöbern poppte dann dieses Rezept auf. Und so werde ich versuche, ob es auch mir gelingt. Wir wurden durch das von einem Schweizer geführte Café Feller in Karlsruhe sehr verwöhnt. Die süßen Teilchen waren sagenhaft. Na, jetzt mal schauen, ob es mir so gelingt. Jetzt suche ich noch diese Eiweißnester. Es sind wirklich sehr schöne Sendungen, die Ihr anbietet. Da braucht erst mal noch gar nicht handwerklich tätig zu werden, Aber natürlich ist der Anspruch da, es Euch gleich zu tun. Herzlichen Dank