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Original Elsässer Flammkuchen (mit Speck und Zwiebeln)


6. September 2016
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Das Rezept für den traditionellen Elsässer Flammkuchen ist eigentlich nichts Neues. Schon vor vielen Jahren haben Bäcker und Hausfrauen diese leckere Spezialität, mit Crème Fraîche, Speck und Zwiebeln, gebacken. Da es aber sooo lecker schmeckt, ist es halt eben doch einen Eintrag in mein Rezeptbuch wert. Denk ich mir.

Elsässer Flammkuchen

Die Idee, mal wieder Flammkuchen zu backen, entstand, als ich feststellte, dass ich im Kühlschrank noch ein Becherchen Crème Fraîche stehen hatte, die eigentlich schon vor ein paar Tagen abgelaufen war (upsi). Zusätzlich hatte ich just in diesem Moment auch enorm grosse Lust auf dünnen Teig mit Crème Fraîche, Speck und Zwiebeln. Das traf sich gut.

Dank meiner lieben Nachbarin, die mir grosszügig eine Zwiebel ausborgte (weil meine einzige und auch letzte Zwiebel innerlich leicht am verfaulen war und ich das leider erst im letzten Moment erkannt habe), konnte ich gestern Abend schliesslich gemütlich auf dem Sofa sitzend, herrlichen Flammkuchen geniessen. Nom-nom-nom.

Übrigens – für alle die es nicht gewusst haben (so wie ich): Seinen Ursprung hat dieses Salzgebäck bei der Brotherstellung in der Region Elsass. Als man noch keine modernen Thermometer zur Bestimmung der Ofen-Temperatur zur Hand hatte, musste diese aufgrund Erfahrungswerten und Schätzungen bestimmt werden. Ein gutes Hilfsmittel dabei, bot der Flammkuchen. Nicht nur konnte die hohe Anfangshitze nach dem Befeuern des Ofens optimal ausgenutzt werden (fürs Brot wäre diese zu heiss gewesen), sondern es konnte auch aufgrund der Backgeschwindigkeit des Flammkuchens die Temperatur geschätzt werden. Dauerte das Backen zu lange, war der Ofen zu kalt und musste nochmals nachgeheizt werden– wurde der Flammkuchen schwarz, war der Ofen zu heiss.


Benötigte Zutaten

(für ca. 4 Personen)

Teig

  • 400 g Weissmehl (Weizen)
  • 10 g Salz
  • 20 g Hefe
  • 220 g Wasser
  • 10 g Olivenöl (ca. 1 EL)
    (Ich durfte vor kurzem an einer Degustation für Olivenöl teilnehmen. Bis dahin dachte ich immer: Olivenöl ist Olivenöl. Aber Haha! Weit gefehlt. Seit dieser Degustation hat sich diese Meinung ein bisschen geändert – da gibts nämlich doch ziemlich grosse Qualitätsunterschiede. Seither kaufe ich all mein Olivenöl praktisch nur noch hier, beim netten Direkt-Importeur aus Spanien. Ich kanns nur empfehlen.)

Belag

  • ca. 300 g Speckwürfeli
  • 400 g Crème Fraîche (saure Sahne)
  • 2 grosse Zwiebeln

So gelingt die Zubereitung der Flammkuchen

Teig

  1. Weissmehl und Salz kurz zusammen mischen.
  2. Hefe dazubröseln, Olivenöl und Wasser beigeben.
  3. Alles in der Küchenmaschine während ca. 8 Minuten auf der zweiten Stufe zu einem elastischen Teig kneten.
  4. Den Teig auf eine bemehlte Oberfläche legen und mit einem Plastik oder feuchten Küchentuch zudecken. Ca. 1 Stunde bei Zimmertemperatur aufgehen lassen.
  5. Den Backofen auf 230 °C (Umluft) vorheizen und ein flaches Backblech mit Backpapier belegen.
  6. Den Teig in vier Teile aufteilen, dünn ausrollen (siehe Bild) und auf das vorbereitete Blech legen. Das Ausrollen des Teiges geht einfacher, wenn man ihn in mehreren Schritten ausrollt. Dazu kann man beim ersten Teigstück beginnen, es so weit ausrollen, bis man merkt, dass die Elastizität nachlässt. Dann wird es etwas gelockert (vorsichtig die flachen Hände links und rechts unter den Teig schieben, das Ganze etwas hochheben und leicht Locker-Schütteln), zur Seite gelegt und mit dem nächsten Teigstück genau gleich verfahren. Haben alle Teigstücke den ersten Ausroll-Durchgang abgeschlossen, gehts an die nächsten Runden, in denen man genau gleich verfährt. So lange bis der Teig die gewünschte Grösse aufweist.

Belag

  1. Zwiebeln in Ringe schneiden.
  2. Die ausgerollten Teigstücke mit Crème Fraîche bestreichen, die Speckwürfel darüber streuen und die Zwiebeln drauflegen.
  3. Die Flammkuchen währen 10–15 Minuten backen.

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  • Auch bei diesem Rezept für Speckzopf kommen Speck-Fans auf ihre Kosten.

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Elsässer Flammkuchen
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6 Kommentare

  • Elvira Jetzer schrieb am 3. September 2018:

    Kann man statt frische Hefe auch trockene Hefe nehmen?
    Ich arbeite lieber mit trockener Hefe.

    • Streusel schrieb am 3. September 2018:

      Hallo Elvira

      Selbstverständlich geht das auch mit Trockenhefe. Eine Umrechnungsformel findest du hier in diesem Artikel zur Hefe.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Laszlo Korcsmaros schrieb am 9. April 2020:

    Hallo vom Aargau ich kenne Elsass und die Flammkuchen und heute habe ich richtig Lust darauf bekommen morgen haben wir eine Grillparty und ich habe für alle Elsässer Flammkuchen versprochen morgen bin ich aber unterwegs: Frage: kann ich den Teig morgen vorbereiten und für Abend einfrieren??
    LG

    • Streusel schrieb am 11. April 2020:

      Hallo Laszlo

      Ich denke das sollte schon klappen, dann kannst du ihn bereits fertig ausgerollt tiefkühlen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Carola v. B. schrieb am 5. Mai 2020:

    Hallo Judith

    Gestern nachgebacken und hell begeistert. Kaufe dank diesem tollen sehr leckeren Rezept keinen Flammkuchen Teig mehr. Auch nicht wenns schnell gehen muss, weil selber gemacht in Deinem Fall auch schnell geht ebenso bei Deinem Kuchenteig-Rezept! Habe den Teig mit Schinkenwürfeli belegt, halt nicht mehr ganz so Original aber war trotzdem mega fein.
    Deine super beschriebenen und liebevoll gestalteten Rezepte werden täglich in meinem Alltag eingebaut! Freue mich schon aufs Nächste… geht nicht mehr ohne

    • Streusel schrieb am 8. Mai 2020:

      Hallo Carola

      Das freut mich sehr. 🙂
      Vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar.

      Liebe Grüsse
      Judith