Brot und BrötchenRezepte    

Fondue-Brot


16. Februar 2018
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Kategorien: Brot und BrötchenRezepte

Dieses Fondue-Brot ist für alle, die nicht gerne Brot schneiden. Oder für jene, welche Brotkrusten-Splitter, die über den ganzen, hübsch gedeckten Tisch und den erst vor kurzem geputzten Fussboden verteilt sind, nicht ausstehen können. Dank der flachen, vorgestanzten Form lässt es sich direkt am Tisch ganz unkompliziert auseinander zupfen. Die weiche Kruste hingegen verschmilzt – beim genüsslichen Tunken im Fondue – auf wunderbare Art mit dem rezenten Käse-Aroma.

 

Rezept für Fondue-Brot – selber machen

 

An dieser Stelle muss ich mich vielleicht auch kurz bei meinen Freunden Rinon & Gloria und ihrem Wunsch nach einem Fondue-Brot-Rezept bedanken. Für ihr Lieblings-Fondue-Brot, das es eben nur in der einen Bäckerei im Kanton Zug zu kaufen gibt, nahmen sie nämlich bisher eine Strecke von 68 km (Hin- und Rückweg) auf sich. Das ist ungefähr eine Stunde Fahrtweg!

Da für mich eine Stunde Fahrtweg wirklich sehr, sehr lange ist (vorallem wenn ich hungrig bin), entschloss ich mich, ihnen zu helfen. Und – meine lieben Leserinnen und Leser – dieses Brot hat selbst mich (definitv keine «enthusiastische» Fondue-Esserin) überzeugt.*

 

*Okay, ich gebe zu: Vielleicht lag meine neu entwickelte Freude an Fondue nicht nur am Brot. Die fantastische Fondue-Mischung mit Schafkäse, welche wir ganz frisch gemischt vom Naturata in Wettingen gekauft hatten, könnte unter Umständen ebenfalls eine Rolle gespielt haben. (Das war jetzt übrigens keine offizielle Werbung, sondern lediglich ein gut gemeinter Tipp, für alle die in der Umgebung wohnen.)

 


 

Benötigte Zutaten

für zwei Brote

 

Hauptteig

  • 450 g Weissmehl
  • 50 g Ruchmehl
  • 12 g Salz
  • 5 g Malzextrakt
  • 15 g Frischhefe
  • 180 g Wasser
  • 170 g Milch

 

Dekoration

  • etwas Milch

 


 

So gelingt die Zubereitung vom Fondue-Brot

 

  1. Weissmehl, Ruchmehl, Salz und Malzextrakt zusammen abwägen.
  2. Frischhefe dazubröseln und alle Zutaten kurz mischen.
  3. Wasser und Milch beigeben und ca. 6 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten lassen.
  4. Dann auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 8 Minuten kneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Teigprobe: Lässt sich der Teig mit den Fingern hauchdünn ausziehen, ist er genug geknetet.
  5. Nun den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und 90 Minuten zugedeckt (z.B. mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) bei Raumtemperatur ruhen lassen (Stockgare).
  6. Nach Ablauf dieser Zeit, wird der Teig in zwei Stück aufgeteilt (je ca. 435 g), welche dann locker zu runden Teiglingen geformt werden.
  7. Die Teiglinge ein bis zwei Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit sie sich etwas entspannen können.
  8. Anschliessend mit der Handfläche leicht flach klopfen, mit einem Nudelholz flach und rund ausrollen (ca. 18 bis 20 cm Durchmesser) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Es sollten beide Teiglinge zusammen auf einem Blech Platz finden.
  9. Teiglinge zudecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  10. Unterdessen den Ofen auf 210°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen.
  11. Nun kommt das Vorschneiden oder besser gesagt Abdrücken der Brote, so dass sie nach dem Backen ganz einfach auseinander gezupft werden können. Dazu die Teiglinge mit einem Teighorn oder einem Messer fünfmal längs und fünfmal quer abdrücken, so dass sie in kleine Würfel eingeteilt werden. Der Teig soll zwar komplett durchtrennt sein, darf dabei aber nicht auseinander geschoben werden.
  12. Teiglinge mit etwas Milch bestreichen, das Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben und sofort mit einer Sprühflasche Wasser in den Ofen spritzen.
  13. Die Brötchen nun für 22–25 Minuten backen.

 


 

Rezept für Fondue-Brot – selber machen

 

Rezept für Fondue-Brot – selber machen

 


 

Tipp

Für alle die es lieber knusprig mögen: Zum Fondue passt übrigens auch dieses Ruchbrot mit Dinkelmehl oder das helle Aargauerbrot.

 


 

Übersicht
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Fondue-Brot
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4 Kommentare

  • Heinz schrieb am 10. März 2018:

    Esse zwar auch gerne Gschwellti zum Fondue – aber mit dem Brot gahts au guet. Vorallem wenn es noch Traditionalisten am Tisch hat die Fondue nur mit Brot und Raclette nur mit Gschwellte ässe.
    Guets, eifachs Rezept. Danke

    • Streusel schrieb am 11. März 2018:

      Hallo Heinz

      Ja, Kartoffeln schmecken natürlich auch ganz herrlich zum Fondue (und Essiggurken übrigens auch) 😉
      Aber so ein paar Brot-Möckli sind halt schon auch nicht zu verachten.
      Vielen Dank für deinen positiven Kommentar.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Claudia schrieb am 11. November 2018:

    Hallo Kann ich das Fonduebrot auch einfrieren das ich Vorrat habe und am Tag wenn ich’s brauche etwas im Ofen aufbacken? Was meinst du? Danke für deine Info Claudia

    • Streusel schrieb am 12. November 2018:

      Hallo Claudia

      Das klappt problemlos. 🙂