Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte    

Fondue-Brot


16. Februar 2018
Tags:
Kategorien: Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte

Dieses Fondue-Brot ist für alle, die gerne Fondue essen, aber nicht gerne Brot schneiden. Und für alle, welche nicht wirklich Freude empfinden, wenn sich Brotkrusten-Splitter über den ganzen, hübsch gedeckten Tisch und den erst vor kurzem geputzten Fussboden verteilen. Denn dank der flachen, vorgestanzten Form lässt sich das Brot direkt am Tisch ganz unkompliziert auseinander zupfen. Und schmecken tut es auch.

Rezept für Fondue-Brot – selber machen

An dieser Stelle möchte ich mich kurz bei meinen Freunden Rinon & Gloria und ihrem Wunsch nach einem Fondue-Brot-Rezept bedanken – ohne sie beide, wäre dieses Rezept vermutlich noch lange nicht entstanden. Für ihr Lieblings-Fondue-Brot, das es nur in der einen Bäckerei im Kanton Zug zu kaufen gibt, nahmen sie bisher eine Strecke von 68 km (Hin- und Rückweg) auf sich, was pro Weg ungefähr einer halben Stunde Fahrtweg entspricht. Eine Strecke die sie sich gerne gespart hätten.

Darum gabs vor kurzem ein grosses Fondue-Brot-Testessen bei uns zu Hause, das beste Brot wurde von den beiden anspruchsvollen Testern gekürt und sein Rezept fand den Weg auf diesen Blog.


Rezept-Überblick: Fonduebrot

Menge


Für: 6 Personen


Ergibt: 2 Stück

Stückgrösse: 20 cm (Ø)


Haltbarkeit


Im Zimmer (21 bis 23°C):
2 Tage (unverpackt)


Im Tiefkühlschrank (–18 bis –20°C):
4 Monate (gebacken, luftdicht verpackt)


Zubereitungszeit


Aktive Zubereitungszeit: 00H22M


Wartezeit: 02H22M


Zeit Total: 02H44M


Backen


Ofentemperatur: 210°C


Betriebsart: Ober- und Unterhitze


Position: Unterste Schiene


Backdauer: 00H22M


Backform: Backblech (L×B×H: 43×34×2.2 cm)


Ofentemperatur und Backdauer können je nach Backofen leicht abweichen.


Zutaten

Teig

Glanzstreiche

  • Vollmilch (3,5% Milchfett)

Zubereitung

  1. Weissmehl, Ruchmehl, Salz und Malzextrakt zusammen abwägen.
  2. Frischhefe dazubröseln und alle Zutaten kurz mischen.
  3. Wasser und Milch beigeben und ca. 6 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten lassen.
  4. Dann auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 8 Minuten kneten, bis ein elastischer Teig entsteht.
  5. Nun den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und 90 Minuten zugedeckt (z.B. mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) bei Raumtemperatur ruhen lassen (Stockgare).
  6. Nach Ablauf dieser Zeit, wird der Teig in zwei Stück aufgeteilt (je ca. 435 g), welche dann locker zu runden Teiglingen geformt werden.
  7. Die Teiglinge ein bis zwei Minuten zugedeckt ruhen lassen, damit sie sich etwas entspannen können.
  8. Anschliessend mit der Handfläche leicht flach klopfen, mit einem Nudelholz flach und rund ausrollen (ca. 18 bis 20 cm Durchmesser) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Es sollten beide Teiglinge zusammen auf einem Blech Platz finden.
  9. Die Teiglinge zudecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  10. Unterdessen den Ofen auf 210°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen.
  11. Nun kommt das Vorschneiden oder besser gesagt Abdrücken der Brote, so dass sie nach dem Backen ganz einfach auseinander gezupft werden können. Dazu die Teiglinge mit einem Teighorn oder einem Messer fünfmal längs und fünfmal quer abdrücken, sodass sie in kleine Würfel eingeteilt werden. Der Teig soll komplett durchtrennt sein, darf dabei aber nicht auseinander geschoben werden.
  12. Die Teiglinge mit etwas Milch bestreichen, das Blech auf der untersten Schiene in den Backofen schieben. Sofort mit einer Sprühflasche Wasser in den Ofen spritzen und die Teiglinge für 22 bis 25 Minuten backen.

Tipps

  • Lässt sich der Teig nach dem Kneten mit den Fingern hauchdünn ausziehen, ist er genug geknetet.


Rezept für Fondue-Brot – selber machen
Rezept für Fondue-Brot – selber machen

Du hast das Rezept bereits getestet? Dann bewerte es mit den 5 Sternchen hier:
recipe image
Rezept
Fondue-Brot
Verfasserin
Veröffentlicht am
Aktive Zubereitungszeit
Wartezeiten
Zeit Total
Bisherige Bewertung
41star1star1star1stargray Based on 126 Review(s)


               



Gefällt dir der Beitrag oder hast du eine Frage dazu? Dann hinterlasse einen Kommentar.

Der Kommentar muss zur Spam-Vermeidung von Streusel freigegeben werden. Darum erscheint er hier nicht sofort nach der Eingabe.
Deine E-Mail-Adresse wird weder veröffentlicht noch weitergegeben.

11 + vierzehn =


27 Kommentare

  • Heinz schrieb am 10. März 2018:

    Esse zwar auch gerne Gschwellti zum Fondue – aber mit dem Brot gahts au guet. Vorallem wenn es noch Traditionalisten am Tisch hat die Fondue nur mit Brot und Raclette nur mit Gschwellte ässe.
    Guets, eifachs Rezept. Danke

    • Streusel schrieb am 11. März 2018:

      Hallo Heinz

      Ja, Kartoffeln schmecken natürlich auch ganz herrlich zum Fondue (und Essiggurken übrigens auch) 😉
      Aber so ein paar Brot-Möckli sind halt schon auch nicht zu verachten.
      Vielen Dank für deinen positiven Kommentar.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Claudia schrieb am 11. November 2018:

    Hallo Kann ich das Fonduebrot auch einfrieren das ich Vorrat habe und am Tag wenn ich’s brauche etwas im Ofen aufbacken? Was meinst du? Danke für deine Info Claudia

    • Streusel schrieb am 12. November 2018:

      Hallo Claudia

      Das klappt problemlos. 🙂

  • edith mettler schrieb am 12. Februar 2019:

    liebe bäcker und -innen
    wo bekomme ich Malzextrakt??? kann ich dieses auch weglassen?

    d edith

  • Veronika schrieb am 18. Mai 2019:

    Ich liebe dieses Rezept. Habe es schon mehrmals gemacht und ist immer super gelungen, und mega lecker.

    • Streusel schrieb am 20. Mai 2019:

      Hallo Veronika

      Das freut mich sehr, dass es dir so gut schmeckt. Wenn du magst, dann gib dem Rezept doch noch eine Sterne-Bewertung (siehe Kasten weiter oben). 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • E schrieb am 6. November 2019:

    Hallo. Kann ich den Teig auch länger aufgehen lassen?
    Muss für Samstag Abend 6 Fonduebrote machen und würde den Teig gerne auf einmal machen.
    Backen geht jedoch nur Schubweise, da nur 1 Blech vorhanden ist.

    • Streusel schrieb am 7. November 2019:

      Wenn du nicht mehrere Teige machen möchtest, empfehle ich dir folgendes Vorgehen:

      1. Die Teige zu Broten formen und auf drei Bleche verteilen.
      2. Zwei der Bleche in den Kühlschrank (oder wenns draussen zwischen 3–10°C hat, auch gerne nach draussen) stellen.
      3. Nach 10–15 Minuten (je kälter, desto kürzer) das erste Blech wieder aus dem Kühlschrank holen, bei Raumtemperatur weiter aufgehen lassen und anschliessend an das erste Blech backen.
      4. Nach 20–30 Minuten das zweite Blech wieder aus dem Kühlschrank holen, bei Raumtemperatur weiter aufgehen lassen und anschliessend an das zweite Blech backen.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Damaris schrieb am 23. November 2019:

    Mhmm… sieht voll lecker aus!! für wie viele Personen reicht ein Brot? Sollte für ca. 15 Personen Brot machen.

    • Streusel schrieb am 26. November 2019:

      Hallo Damaris

      Das Brot reicht für ca. 4-6 Personen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Judith schrieb am 23. Mai 2020:

    Super Rezept✍ hat einwandfrei funktioniert So macht backen‍ Spass. Vielen Dank

  • CoZ schrieb am 17. Oktober 2020:

    Schon mehrfach gemacht- wunderbar! Vielleicht versuche ich’s auch mal noch mit der Ruch-Variante. Danke fürs Rezept!

  • Eduard Iten schrieb am 9. Dezember 2020:

    Einfach nur genial. Danke Dir! Immer wenn ich Brote oder Brötchen backe, bist du die erste Adresse 🙂

  • Martin schrieb am 20. Dezember 2020:

    Bei mir ergab das Rezept am Schluss 680g fertiges Brot – ich würde also sagen, gut genügend für 3 Personen. Wir essen immer 200g Brot zum Fondue pro Person, und so war es auch hier.
    Das Brot war gut, aber ist mir etwas zu wenig aufgegangen. Ich hätte mehr auf mein Gefühl gehen sollen, statt auf die Uhr… 30 Minuten nach dem Formen und Schneiden war bei mir definitiv zu wenig. Schade, ansonsten sehr gut!

  • Ulrike schrieb am 1. Januar 2021:

    Wir haben dieses Jahr das Brot an Silvester zum Fondue gemacht, alle waren begeistert. Vielen Dank für das tolle Rezept! (Wir haben allerdings zu sechst die doppelte Menge gegessen.) Das mach ich auf jeden Fall wieder.
    Liebe Grüße, Ulrike

  • Marina Bauer schrieb am 6. Februar 2021:

    Guten Morgen, wir kommen gerade, bepackt mit dem leckersten Käsefondue von der Molkerei Hurschler aus Engelberg zurück.
    Dort gibt es auch sehr gutes Fonduebrot, aber nun sind wir wieder in Süddeutschland.
    Unser Gast wartet nun auf eine Einladung und ich nutze die Zeit ein Brotrezept zu finden.
    Und siehe da, es gibt eines.
    Was ist bitte Ruchmehl und muss ich unbedingt Malzextract dazugeben.

    HERZLICHE GRÜSSE und ein schönes Wochenende Marina Bauer

    • Streusel schrieb am 7. Februar 2021:

      Liebe Marina

      Ruchmehl ist ein dunkles Mehl, das irgendwo zwischen Weissmehl und Vollkornmehl liegt (mehr dazu in diesem Beitrag zu den Mehltypen). Hier im Fondue-Brot kannst du es durch Vollkornmehl ersetzen, da es in Deutschland nicht ganz einfach erhältlich ist.
      Das Malzextrakt kannst du notfalls durch braunen Zucker oder Honig ersetzen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • @elfebimbam schrieb am 17. März 2021:

    Kann ich das Rezept auch in einer größeren Menge backen oder braucht es da Anpassungen , denke da an die 1.5 – 2 fache Menge. Das Brot war bei meiner Familie so beliebt, dass die normale Menge fast zu wenig war, da auch noch Salatsauce damit aufgeteilt wurde

    • Streusel schrieb am 18. März 2021:

      Du kannst das Brot gut verdoppeln. Könnte sein, dass es im Ofen dann einfach ein paar Minuten länger braucht. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Moni schrieb am 12. April 2021:

    Spontan ausprobiert! Mein Mann und meine Kinder lieben es. Herrlich! Wird gleichbin meine Sammlung aufgenommen. Heute sind die Weggli dran! Vielen Dank

  • Geraldine schrieb am 17. Oktober 2021:

    Fondue Brot
    Sehr lecker und einfach nachzumachen!
    Top

  • Stefanie Baer schrieb am 7. November 2021:

    Oh es isch en Traum eimol usprobiert und i werdes weder mache. Danke för dini Inspiratione.
    Frog: bim igfrüre und de ufbache, sell mes es müüh weniger lang bache?
    Danke för das wunderbare Rezept.

    • Streusel schrieb am 8. November 2021:

      Hey Stefanie

      Freut mich sehr, dass es dir glunge isch.
      Tipps zum Tiefküele vom Brot findsch du da: Brot tiefkühlen

      Liebe Gruess
      Judith

  • Heinz Gerber schrieb am 18. Dezember 2021:

    Eines der besten Brote, das ich je zu Fondue gereicht habe, die Komplimente meiner Gäste gehören Dir!

  • Bettina schrieb am 29. Dezember 2021:

    Hallo Judith
    Dein PDF-Rezept ist so praktisch gestaltet, dass ich gerne den Franken dafür zahle (und auch für weitere Rezepte)! Nachdem alle am Blätterteig-Kurs so von diesem Brot geschwärmt haben, bin ich jetzt gespannt wie es schmeckt 🙂
    Liebe Grüsse, Bettina