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Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig


19. Juli 2018

Kategorien: HalbfabrikateRezepteTeige

Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig ist – mit dem richtigen Rezept – für Blätterteig-Verhältnisse schnell und einfach hergestellt und ergibt eine feine Basis für diverse Blätterteig-Gebäcke: von Schinken-Gipfeli, über Apéro-Flutes, bis hin zu den beliebten Cremeschnitten.

 

Rezept für Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig – selber machen

 

Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig hat gegenüber dem gekauften Blätterteig einen markanten Vorteil: Er schmeckt viel, viel, viel besser. Viel besser! Das liegt unter anderem daran, dass gekaufter Blätterteig nicht mit Butter, sondern mit pflanzlichen Fetten (darunter Palmöl) hergestellt wird. Und natürlich, dass er ganz frisch ist.

 

Diese Blätterteig-Zubereitung ergibt einen Blätterteig, der nicht ganz so triebstark ist, wie z.B. deutscher Blätterteig, und sich daher für Gebäcke eignet, die nicht allzu stark aufgehen sollen.

 


 

Benötigte Zutaten

Ergibt: ca. 1100 g; ausgerollt (2 mm dick) ca. 60×40 cm

 

  • 500 g Weissmehl
  • 330 g Butter
  • 12 g Salz
  • 5 g Malzextrakt
  • 250 g Wasser

 


 

So gelingt die Zubereitung von Holländischem Blätterteig / Blitz-Blätterteig

 

Teig

  1. Salz und Malzextrakt im Wasser auflösen.
  2. Kalte Butter in grössere Stücke schneiden (ca. 5.5×4×2 cm; das entspricht einer herkömmlichen Schweizer Kochbutter, die in 2 cm breite Scheiben geschnitten wird) und zum Weissmehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben.
  3. Wasser-Salz-Malzextrakt-Mischung hinzugeben und alles ganz kurz auf der kleinsten Stufe der Küchenmaschine zusammenfügen. Das dauert maximal eine Minute und der «Teig» soll noch grosse Butterstücke aufweisen (siehe Bild). Die Zutaten dürfen sich keinesfalls zu stark vermischen, dies geschieht dann beim anschliessenden Tourieren (Falten) des Teiges.

 

Rezept für Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig – selber machen

 

Tourieren (Falten)

  1. Schritt 1: Die erste doppelte Tour (das Zusammenfalten des Teiges): Sobald der Teig zusammengefügt ist, wird er auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche gelegt, mit den Händen etwas flach gedrückt und rechteckig ausgerollt (ca. 45×18 cm, Dicke: 1 cm). Das Teigstück ist vor dem Ausrollen rechteckig, d.h. wir haben eine lange Seite X und eine kurze Seite Y. Achtet darauf, dass auch nach dem Ausrollen die lange Seite X noch die lange Seite ist. Hierfür darf ordentlich Mehl verwendet werden, so dass nicht alles überall festklebt. Zu Beginn wird man sich vielleicht denken: Das gibt nie was! Aber vertraut mir, der Teig kommt gut.
    Achtung! Blätterteig mag es gar nicht, wenn er grob behandelt wird. Den Teig darum schön langsam ausrollen und ihn zwischendurch immer wieder etwas auflockern. (Ich weiss, irgendwann packt es einen und man möchte mit viel Druck den Teig schnell in die gewünschte Form bringen. Aber haltet euch zurück. Es lohnt sich nicht, da ihr sonst die Fettschichten, die den gebackenen Teig so schön blättrig und luftig machen, zerstört.)
    Sobald der Teig auf die gewünschte Dicke ausgerollt ist, faltet ihr ihn zusammen, wie auf der Grafik bei Schritt 2.1 und 2.2 visualisiert, und lässt ihn 10 Minuten, mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einer Frischhaltefolie zugedeckt ruhen. Im Sommer, wenn es sehr heiss ist, lege ich den Teig zum Ruhen flach in den Tiefkühlschrank. So wird die Butter nicht allzu weich und der Teig lässt sich besser Tourieren.
  2. Schritt 2: Die zweite doppelte Tour: Schritt 1 wiederholen. Den Teig ausrollen, zusammenfalten und weitere 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Schritt 3: Die dritte doppelte Tour: Schritt 1 wiederholen. Den Teig ausrollen, zusammenfalten und weitere 10 Minuten ruhen lassen.
  4. Schritt 4: Die vierte doppelte Tour: Schritt 1 wiederholen. Den Teig ausrollen und zusammenfalten. Bis zur Weiterverarbeitung muss der Teig nun in Plastikfolie verpackt ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen.

 


 

Rezept für Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig – selber machenRezept für Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig – selber machen

 


 

Tipps

  • Achtet auch während der Weiterverarbeitung darauf, dass der Holländische Blätterteig / Blitz-Blätterteig langsam auf die gewünschte Dicke ausgerollt wird, um die Teigschichten nicht zu zerstören.
  • Der Blätterteig lässt sich gut verpackt (in Plastikfolie) im Kühlschrank ca. 3 Tage aufbewahren. Es kann sein, dass sich der Teig am dritten Tag leicht gräulich verfärbt. Das ist kein Problem und der Blätterteig ist deshalb immer noch gut essbar.

 


 

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Holländischer Blätterteig / Blitz-Blätterteig
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9 Kommentare

  • Carlo schrieb am 8. April 2019:

    Hoi Judith
    Also 🙂 ich habe mich an den Blitzblätterteig gewagt. Nach deiner Zubereitungshilfe bin ich vorgegangen und
    ich muss sagen einfach GENIAL. Geschmacklich wie auch von der Struktur.
    Daraus habe ich vorerst:
    Blätterteiggebäck zum Apero gemacht (Flutes, kleine Prussiens.
    und Mandelgipfel die sind der Hammer geworden, knusprig, butterig einfach gut 🙂

    Liebs Grüessli
    Carlo

  • Marcel schrieb am 16. Februar 2020:

    Hey, echt sehr leckere und schöne Rezepte. Hab mich gleich ans backen gemacht.

    Jetzt habe ich eine Frage zu den Streifen die du als dicke Vorgabe nimmst, was bzw. Wo bekommt man die her. Oder hast du dir die selber gemacht?!

    Danke

    Und gute backen wünscht
    Marcel

    • Streusel schrieb am 20. Februar 2020:

      Lieber Marcel

      Meinst du die Teighölzer? Die gibt es fast überall zu kaufen. Google mal nach «Teighölzer». Dann wirst du schnell fündig. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Barbara schrieb am 25. Februar 2020:

    Hi funktioniert der Blätterteig (und Blätterteige allgemein) auch wenn man keine Knetmaschine hat und von Hand knetet? Oder wären da die spiralförmigen Haken des Mixers dafür geeignet?

    Deine Seite, Rezepte und die Anleitungen sind der Hammer

    • Streusel schrieb am 26. Februar 2020:

      Hallo Barbara

      Diesen Blätterteig kannst du auch von Hand machen. Die Zutaten sollen am Ende des Knetes keine homogene Masse bilden, sondern nur grob zusammengefügt sein, so dass das Mehl einigermassen gebunden ist.
      Bezüglich spiralförmiger Mixer-Haken: Ich bezweifle, dass diese für den Teig stark und robust genug sind. Da geht von Hand kneten einfacher. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Antoaneta schrieb am 9. April 2020:

    Liebe Streusel, ich werde das Rezept ( Cremeschnitte ) morgen ausprobieren. Und ich mache den Teig auch noch selber.
    Sie schreiben , dass es eigentlich nur noch die Hälfte vom Teig genügend ist… heisst das , wir sollten nur die Hälfte( von dem empfohlenen ganzen Teig ) backen. D.h wir müssen den vorbereiteten Teig verteilen und nur die eine Hälfte ausrollen auf 2 mm dick ect. ? Es tut mir leid, wenn die Frage bisschen komisch ist
    Liebe Grüsse
    Toni

    • Streusel schrieb am 11. April 2020:

      Liebe Toni

      Genau. Du musst den Blätterteig halbieren und nur die eine Hälfte davon auf 2 mm ausrollen.
      Sorry, für die späte Antwort, ich hoffe es hat doch noch geklappt.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Mirjam schrieb am 19. April 2020:

    Hallo streusel, vielen lieben dank für die tollen rezepte, bis jetzt habe ich die gipfeli gemacht, die waren echt suuuuper!!!ich habe sie beim 2 mal nur etwas weniger heiss gebacken, da sie fast zu dunkel wurden.
    Jetzt habe ich eine frage zum blätterteig. Könnte man diesen auch auf vorrat machen und einfrieren? Oder rätst du davon ab? Vielen lieben dank mirjam

    • Streusel schrieb am 19. April 2020:

      Hallo Mirjam

      Grundsätzlich könntest du den Blätterteig im bereits ausgerollten Zustand einfrieren.
      Er wird dann später aber beim Backen schon nicht mehr ganz so luftig, wie wenn er frisch gemacht wurde. Aber funktionieren tut es. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith