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Mandel-Höpfli


18. Mai 2021
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Kategorien: Kuchen und KüchleinRezepteSüsses

Achtung Suchtgefahr: Von diesen kleinen Mandel-Höpfli hat man eigentlich nie genug auf einmal im Mund – zumindest geht es mir so. Das Backmarzipan, das die Basis des Teiges ausmacht, gibt den Küchlein eine weiche, feuchte Konsistenz – ohne dass sie dabei klitschig werden. Das geschlagene Eiweiss macht sie, trotz fehlendem Backpulver, luftig und zart. Dass die kleinen Mandel-Küchlein glutenfrei sind, bemerkt man gar nicht.

Rezept für selbst gemachte Mandel-Höpfli / Mandel-Küchlein.

Dieses Rezept für Mandel-Höpfli habe ich entwickelt, da ich kürzlich ein Berner Mandelbärchen (Spezialität aus Bern) in glutenfreier Variante testen durfte. Dazu möchte ich kurz sagen: Ich bin kein grosser Kuchen-Fan. Wirklich nicht.

Aber diese MANDELBÄRCHEN!

Da ich nicht jedes Mal nach Bern fahren kann, wenn mich die Lust auf ein solches Küchlein überkommt, hab ich mich mal wieder selbst in die Küche gestellt. Nach ein paar Backversuchen bin ich endlich zufrieden mit dem Resultat und kann auch euch das Rezept wärmstens weiterempfehlen.

Aber genug erzählt, ich muss los zur Keksdose – die restlichen Mandel-Höpfli rufen mich.


Rezept-Überblick: Mandel-Höpfli

Menge


Für: 8 Personen


Ergibt: 24 Stück

Stückgrösse: 4×3 cm (Ø×H)

Stückgewicht: 18 g


Haltbarkeit


Im Zimmer (21 bis 23°C):
4 Tage (gut verschlossen)


Im Tiefkühlschrank (–18 bis –20°C):
3 Monate (gebacken, luftdicht verpackt)


Zubereitungszeit


Aktive Zubereitungszeit: 00H30M


Wartezeit: 01H14M


Zeit Total: 01H44M


Backen


Ofentemperatur: 210°C


Betriebsart: Ober- und Unterhitze


Position: Zweitunterste Schiene


Backdauer: 00H14M


Backform: Mini-Muffinblech (für 24 Mini-Muffins à 4 cm Ø)


Ofentemperatur und Backdauer können je nach Backofen leicht abweichen.


Zutaten

Teig


Zubereitung

  1. Die Mandelmasse nach diesem Rezept von mir zubereiten (die Zutaten entsprechend der hier benötigten Menge erhöhen). Die Mandelmasse jedoch etwas länger pürieren, sodass sie fast die Konsistenz von Marzipan erhält. Eine Stunde zugedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.
  2. Ein Mini-Muffinblech (für 24 Mini-Muffins à Ø 4 cm) grosszügig mit Butter einfetten und mit einer dünnen Schicht Reismehl bemehlen.
  3. Den Rost auf der zweituntersten Schiene in den Ofen schieben und den Ofen auf 210°C, Ober- und Unterhitze, vorheizen.
  4. Die Mandelmasse mit der weichen Butter glattrühren.
  5. Die Vanilleschote längs aufschneiden, die Samen auskratzen und diese unter die Mandelmischung rühren.
  6. Das Reismehl, die Maisstärke, das Guarkernmehl und die Haselnüsse in einer separaten Schüssel mischen und zur Seite stellen.
  7. Das Eiweiss mit dem Zucker schaumig schlagen und nach und nach (in ca. drei Etappen) unter die Mandelmischung heben.
  8. Die Mehlmischung ebenfalls unter den Teig heben, bis sich alles gut vermischt hat.
  9. Den Kuchenteig mit einem Löffel oder mit Hilfe eines Dressiersacks (Lochtülle, Ø 10 mm) jeweils bis zum Rand in das vorbereitete Backblech füllen. Das Blech auf den Rost in den Ofen schieben und für ca. 14 Minuten backen. Die Mandel-Höpfli dürfen nach dem Backen auf der Oberfläche noch etwas hell sein.
  10. Die Mandel-Höpfli direkt nach dem Backen vorsichtig aus der Form heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Tipps

  • Wer kein Mini-Muffinblech besitzt, kann auch kleine Mini-Muffinförmchen aus Papier, zu zweien ineinandergestellt (damit die Förmchen stabiler werden) verwenden. Oder einfach mal kurz beim backbegeisterten Nachbarn klingeln und ein Mini-Muffinblech ausleihen.
  • Guarkernmehl ist ein natürliches Bindemittel – ähnlich wie Maistärke. Der Vorteil ist, dass es nicht erst beim Kochen bindet, sondern bereits im kalten Zustand. Erhältlich ist es im Bio-Laden oder in diversen Online-Shops.
  • Die ausgekratzte, übrig gebliebene Vanilleschote musst du übrigens nicht wegwerfen. Daraus kannst du nämlich mit diesem Rezept ganz einfach Vanillezucker selber machen.
  • Am besten schmecken mir die Mandel-Höpfli nachdem sie eine Nacht in der Keksdose verbringen konnten.
  • Wenn die Mandel-Höpfli nach dem Backen zu sehr im Blech kleben, musst du das nächste Mal das Blech mit etwas mehr Butter ausfetten und mit etwas mehr Reismehl bemehlen.


Rezept für selbst gemachte Mandel-Höpfli / Mandel-Küchlein.
Rezept für selbst gemachte Mandel-Höpfli / Mandel-Küchlein.
Rezept für selbst gemachte Mandel-Höpfli / Mandel-Küchlein.

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Rezept
Mandel-Höpfli
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11 Kommentare

  • Kristina schrieb am 18. Mai 2021:

    Hallo liebe Judith

    So guet! Ich liebe diese Bärli und nun kann ich sie nahbacken. Danke für das Rezept. Kann als Alternative vom Guarkernmehl einfach Speisestärke nehmen?

    Danke für deine Hilfe

    Liebe Grüsse
    Kristina

    • Streusel schrieb am 18. Mai 2021:

      Liebe Christina

      Du kannst das Guarkernmehl schon durch Speisestärke ersetzen, die Konsistenz wird dann einfach nicht ganz die selbe. Auch wenn es nur wenig Guarkernmehl ist, die Wirkung ist schon da. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Carola schrieb am 18. Mai 2021:

    Hallo Judith

    Das Eigelb wird nicht verwendet, nur 90 gr. Eiweiss? Oder 90 gr Ei und davon das Eiweiss steif schlagen und das Eigelb ebenfalls zugeben? Hab ich das falsch interpretiert?
    Danke Dir fürs weiterhelfenich freue mich aufs ausprobieren!

    • Streusel schrieb am 18. Mai 2021:

      Liebe Carola

      Da hatte sich bei den Zutaten ein Fehler eingeschlichen – es müsste «Eiweiss» heissen und ist jetzt korrigiert.
      Danke für deinen Hinweis.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Alina schrieb am 18. Mai 2021:

    Hallo Judith
    Falls ich die Mandel-Höpfli nicht glutenfrei machen möchte, müsste ich einfach das Reismehl durch normales Mehl ersetzen und das Guakernmehl weglassen?
    Herzlichen Dank für eine Antwort
    Liebe Grüsse
    Alina

    • Streusel schrieb am 19. Mai 2021:

      Liebe Alina

      Du kannst Reismehl, Guarkernmehl und Maisstärke durch Weissmehl ersetzen.
      In den kommenden zwei Wochen wird aber noch die glutenhaltige Variante dieses Rezepts aufgeschaltet. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Stephanie schrieb am 20. Mai 2021:

    Liebe Judith

    Vielen Dank für ein weiteres (glutenfreies-) Rezept. Wenn ich deine selbstgemachte Mandelmasse nehmen möchte, genügt eine Portion oder muss ich die 3fache Menge herstellen (da laut Rezept 300gr benötigt werden)?
    Liebe Grüsse und Danke für deine Hilfe

    • Streusel schrieb am 22. Mai 2021:

      Liebe Stephanie

      Bereite die dreifache Menge zu. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Fabienne schrieb am 24. Mai 2021:

    Liebe Judith

    Wenn ich ein Muffinblech in “Normalgrösse” nehme, wie lange muss ich die Höpfli dann backen? Danke im voraus für deine Antwort.

    Herzliche Grüsse
    Fabienne

    • Streusel schrieb am 24. Mai 2021:

      Liebe Fabienne

      Das habe ich selbst noch nicht getestet mit diesem Rezept.
      Lasse sie probehalber mal so lange drin, bis sich die Oberfläche etwas färbt. Wenn du dann mit zwei Fingern leicht auf die Oberfläche drückst, musst du sanften Widerstand spüren, ohne dass eine Delle zurückbleibt. Dann sind sie genug gebacken.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Fabienne schrieb am 26. Mai 2021:

    Liebe Judith

    Irgendwie funktioniert das mit dem Antworten-Button nicht, deshalb als neuer Kommentar: vielen Dank für deine rasche sowie hilfreiche Rückmeldung. Ich habe tatsächlich in einer Umzugskiste noch eine Mini-Muffinform gefunden 🙂 Allerdings war sie ursprünglich mal zur Herstellung meiner Rasierseife gedacht und ist deshalb aus Silikon. Zum Backen mag ich Silikonformen nicht, aber es hat trotzdem gut geklappt. Die Mandelhöpfli sehen super aus und ich bin gespannt, wie sie nach ein paar Stunden in der Keksdose schmecken. Übrigens finde ich deine Rezepte und deinen Blog ganz wunderbar. Ich backe seit mehreren Jahren unter deiner “Anleitung” und bin begeistert sowie dankbar, dass du deine Kreationen mit uns teilst. Vielleicht kommt ja auch irgendwann ein Rezept mit Roggensauerteig (ich träume von Vinschgauer a la Judith) oder Lievito Madre von dir. Insbesondere der italienische Weizensauerteig hat es mir sehr angetan. Ausserdem bin ich ein grosser Fan von langer Teigführung und Brötchen/Broten mit wenig, oder gar keiner Industriehefe.