Eiscreme und SorbetsRezepte    

Schokoladeneis


8. Juni 2018
Tags:
Kategorien: Eiscreme und SorbetsRezepte

Achtung: Dieses Schokoladeneis enthält keinen Schnickschnack. Dafür schmeckt es ganz puristisch und intensiv nach Schokolade. Seine Konsistenz ist wunderbar cremig und weich – auch nachdem es schonmal komplett durchgefroren war.

 

Rezept für Schokoladeneis – selber machen

 

Das Schwierigste bei der Herstellung von Schokoladeneis ist meiner Meinung nach, dass es seine cremige Konsistenz nicht nur direkt aus der Eismaschine behält, sondern auch nachdem es schonmal komplett durchgefroren war. Denn viele Eisrezepte ergeben im ersten Moment zwar ein leckeres Eis, sobald es jedoch etwas länger im Tiefkühler stand, steht man vor einem unportionierbaren Eisbrocken, der erstmal eine halbe Stunde aufgetaut werden muss. Schade eigentlich, denn oft fehlt schlicht die Zeit, um das Eis ganz frisch herzustellen.

Da ich mit dieser Situation nicht wirklich zufrieden war, habe ich mich bezüglich der Zutaten schlau gemacht und mich etwas in der Eis-Herstellung weitergebildet. So dass ich schliesslich ein Rezept für mich und euch entwickeln konnte, das meinen Ansprüchen genügt.

Dabei war es nicht immer ganz einfach die Zutaten, welche für «Nicht-Fachpersonen» kaum oder gar nicht erhältlich sind, mit natürlichen Komponenten zu ersetzen. Aber am Ende bin ich mit dem Rezept ganz zufrieden.

 


 

Benötigte Zutaten

Ergibt: ca. 500 ml Eiscreme

 

  • 110 g Zucker
  • 20 g Magermilchpulver
  • 2 g Johannisbrotkernmehl
  • 10 g Honig
  • 20 g Eigelb, frisch
  • 400 g Milch (3.9% Milchfett)
  • 65 g Couverture (70% Kakao-Anteil)
  • 100 g Sahne (35% Milchfett)
  • 25 g Kakaopulver

 


 

So gelingt die Zubereitung vom Schokoladeneis

 

  1. Couverture in grobe Stückchen zerkleinern.
  2. Zucker, Magermilchpulver und Johannisbrotkernmehl mischen.
  3. Honig, Eigelb und ca. 30 g Milch beigeben und glatt rühren. Weitere 30 g Milch unterrühren.
  4. Die restlichen 340 g Milch in einem Kochtopf aufkochen.
  5. Die heisse Milch langsam und unter ständigem Rühren zur Eiermischung geben. Mit dem Pürierstab kurz und kräftig durchmischen und zurück in den Kochtopf geben.
  6. Die Mischung nun auf 82°C erhitzen (das ist der Punkt, bevor die Mischung zu kochen beginnt). Damit wird ein grosser Teil der Bakterien abgetötet und das Johannisbrotkernmehl entfaltet seine Wirkung und bindet leicht die Masse.
  7. Sobald die Mischung 82°C erreicht hat, muss sie sofort in eine saubere Glasschüssel umgeleert werden. Dazu zusätzlich ein grosses Sieb auf die Glasschüssel legen, um die Mischung auch gleich noch abzusieben. So können eventuelle Klümpchen oder Eigelb-Fitzelchen herausgefiltert werden.
  8. Anschliessend die Couverture in die heisse Mischung geben, ca. eine Minute einweichen lassen und schliesslich mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse mixen.
  9. Die Sahne sowie das Kakaopulver beigeben und nochmals mit dem Pürierstab untermischen.
  10. Die Schokoladen-Masse nun mit einer Klarsichtfolie zudecken (direkt auf der Masse aufliegend, damit sich kein «Häutchen» bilden kann) und zum Abkühlen für ca. 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  11. Anschliessend die Schokoladen-Masse in den Behälter der Eismaschine geben und unter Rühren (das erledigt die Eismaschine ja von selbst) gefrieren lassen. Mit meiner Eismaschine dauert das ca. 45 bis 60 Minuten – einfach solange, bis die Maschine von alleine ausschaltet, weil das Eis fest genug ist.
  12. Dann gebt ihr das Schokoladeneis in ein vorgekühltes, tiefkühltaugliches Behältnis (z.B. Keramik- oder Glasschale) bedeckt sie mit Klarsichtfolie und lässt sie im Tiefkühler nochmals ein bis zwei Stunden weiter fest werden. Dann hat sie für mich die beste Konsistenz zum Geniessen.

 


 

Tipps

  • Die optimale Lager-Temperatur von Eiscreme liegt bei ca. -20 bis -18°C.
  • Die optimale Genuss-Temperatur von Eiscreme liegt bei ca. -15 bis -10°C.
  • Ist das Eis schonmal komplett durchgefroren (-20 bis -18°C), kann es ca. 10 Minuten bei Raumtemperatur angetaut werden und ist dann wieder gut portionier- und geniessbar.
  • Wer keine Eismaschine hat, stellt die Schokoladen-Masse nach dem Abkühlen im Kühlschrank ins Tiefkühlfach und rührt sie alle 30 Minuten kurz aber kräftig durch, bis sie gefroren ist.
  • Zur Not kann anstelle von Couverture auch normale Schokolade verwendet werden. Couverture ist jedoch etwas cremiger und schmeckt darum besser.

 


 

Ähnliche Rezepte

 


 

Übersicht
recipe image
Rezept
Schokoladeneis
Rezept von
Veröffentlicht am
Aktives Zubereiten
Passives Zubereiten
Zubereitungszeit total
Bisherige Bewertung
41star1star1star1stargray Based on 5 Review(s)


               



Gefällt dir der Beitrag oder hast du eine Frage dazu? Dann hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird weder veröffentlicht noch weitergegeben. Notwendig auszufüllende Felder sind mit * markiert.

fünf × 5 =


4 Kommentare

  • Hediger Stephanie schrieb am 22. Juni 2018:

    Endlich ein anständigs Rezept für meine Eismaschine! Vielen Dank!
    Eine Frage hätte ich aber noch… wenn ich das Eigelb weglassen möchte, gelingt es wen ich ein bisschen mehr Johannisbrotkernmehl nehme?
    Fals du noch ein Vanilleglace-Rezept hast währe ich ein dankbarer Abnehmer 😉

    • Streusel schrieb am 22. Juni 2018:

      Hallo Stephanie

      Ich denke das sollte klappen. Ob es dann aber so schön cremig wird und seine Konsistenz auch nach dem Tiefkühlen noch behält, kann ich dir nicht sagen. 🙂
      Bin gespannt auf ein Feedback wies geschmeckt hat.

      Das Vanille-Eis ist in Planung, aber noch nicht fertig ausgereift.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Kurt schrieb am 10. August 2018:

    Nach dem ich die Schritte gemäss: „So gelingt die Zubereitung…….“ befolgt habe ist mir aufgefallen, dass das Kakaopulver nicht mehr erwähnt wird….
    Bin nun gespannt, ob das Glace auch so gut schmeckt……werde berichten.
    Gruss Kurt

    • Streusel schrieb am 10. August 2018:

      Hallo Kurt

      Da hast du Recht. Das Kakaopulver kommt zusammen mit der Sahne dazu. Ich habe es eben im Rezept oben korrigiert. Danke für deinen Hinweis und ich hoffe es ist noch nicht zu spät. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith