Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte    

Schweizer Dreikönigskuchen ohne Sultaninen


4. Januar 2017
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Kategorien: Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte

Dieses Rezept für Schweizer Dreikönigskuchen ohne Sultaninen ist für alle, denen beim Gedanken an die kleinen, bräunlichen Trockenfrüchte ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Denn auch so kann das Traditionsgebäck schmecken wie vom Lieblingsbäcker. Oder noch ein bisschen besser.

Rezept für Dreikönigskuchen ohne Sultaninen – selber machen

Selbstverständlich könnte man für einen Schweizer Dreikönigskuchen ohne Sultaninen einfach das Original Dreikönigskuchen-Rezept nehmen und die Sultaninen weglassen. Aber da die Trockenfrüchte einen grossen Teil zum Geschmack des Kuchens beitragen, soll auch die Sultaninen-lose Gebäcksvariante einen zarten Aroma-Zustupf erhalten.

Darum findet sich in diesem Rezept zusätzlich etwas selbst gemachter Vanillezucker und ein ganz klein wenig Rum (der Alkohol verdampft beim Backen, das Aroma bleibt).

Die Tradition vom Schweizer Dreikönigskuchen

Der Dreikönigskuchen wird in der Schweiz traditionell zum Dreikönigstag (am 6. Januar) gebacken. Beim «Kuchen» handelt es sich um zarte, leicht süssliche Milchbrötchen, die im Originalrezept mit Sultaninen durchsetzt und mit Hagelzucker sowie gehobelten Mandeln bestreut sind. In einem der sechs bis acht Brötchen, die kranzförmig rund um ein grösseres Mittelstück angeordnet sind, befindet sich ein kleines Königs-Figürchen. Wer mit etwas Glück das Brötchen mit dem Figürchen wählt und geniesst, ist König des Tages.
Wer Kinder (oder Kind gebliebene) am Tisch hat, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, zum Dreikönigskuchen eine Krone zu basteln. Diese wird beim Servieren des Kuchens darauf gelegt. Wer das Brötchen mit dem Königs-Figürchen erwischt, erhält die Krone.


Benötigte Zutaten

Ergibt: 2 Stück

Teig

Eierstreiche

  • 15 g Eigelb (1 Stk.)
  • 20 g Vollmilch (2 EL)

Dekoration

  • 2 Stk. Mandeln, geschält
  • Mandeln, geschält, gehobelt
  • Hagelzucker

So gelingt die Zubereitung vom Schweizer Dreikönigskuchen ohne Sultaninen

  1. Zucker und Vanillezucker in der Milch auflösen.
  2. Mehl, Salz sowie Malzextrakt mischen.
  3. Frischhefe mit einem Viertel der Milch-Zucker-Mischung anrühren, dann mit der restlichen Milch-Zucker-Mischung zur Mehlmischung geben und für 4 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten.
  4. Rum, weiche Butter und Mandelmasse beigeben. Von der Hälfte der Zitrone die Schale dazureiben und nochmals 4 Minuten auf der ersten Stufe kneten.
  5. Anschliessend auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 12 Minuten fertig kneten, bis ein elastischer, geschmeidiger Teig entsteht.
  6. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und 70 Minuten bei Raumtemperatur zugedeckt (mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) ruhen lassen.
  7. Anschliessend den Teig in 16 kleinere Stücke (ca. 40 g) sowie zwei grosse Stücke teilen (ca. 155 g) und rund formen (wie das geht, zeige ich hier bei meinen Arbeitstechniken).
  8. Die beiden grossen Stücke auf ein mit Backpapier belegten Bleches legen und pro Kuchen acht kleine Stücke darum herum drapieren.
  9. Pro Kuchen in jeweils eines der kleinen Stücke eine geschälte, ganze Mandel stecken (als symbolisches Königs-Figürchen). Dabei die Mandel von unten ins Brötchen stecken und die offene Einsteckstelle wieder verschliessen.
  10. Mit der flachen Hand die beiden Dreikönigskuchen noch ein bisschen flach klopfen, zudecken und für ca. 40 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  11. Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  12. Für die Eierstreiche Ei und Milch vermischen und die Teiglinge damit bestreichen.
  13. Oberfläche der Dreikönigskuchen mit gehobelten Mandeln sowie Hagelzucker bestreuen, Blech auf der untersten Schiene in den Ofen schieben und für ca. 27 Minuten golden ausbacken.

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Schweizer Dreikönigskuchen ohne Sultaninen
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9 Kommentare

  • Conny schrieb am 6. Januar 2018:

    Vielen herzlichen Dank für dieses tolle Rezept! Das beste, das ich finden konnte! Schöne Grüße aus dem Schwäbischen! Conny

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2018:

      Liebe Conny

      Das freut mich sehr, vielen Dank.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Brigitta schrieb am 6. Januar 2018:

    Hoi Streusel
    Diese Drei-Königskuchen habe ich extra für meine Tochter gebacken, da sie keine Rosinen mag.
    Nicht nur sie war begeistert von ihnen. Leider musste ich den Ruhm weglassen weil sie kein Alkohol mag
    und diesen sofort herausschmekt. Sie findet das Rezept so perfekt.
    Gruss Brigitta

  • Esther schrieb am 6. Januar 2019:

    Wow, das war der fluffigste Dreikönigskuchen, den ich jemals selber gebacken habe! Grosses Kompliment, das Rezept ist klasse! Nächstes Jahr werde ich ihn wieder backen 🙂

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2019:

      Hallo Esther

      Vielen Dank für dein Kompliment, das freut mich sehr.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Claudia schrieb am 15. Januar 2019:

    Vielen Dank für dieses tolles Rezept – ich hab den Dreikönigskuchen am 6. Januar frisch gebacken – so fein! Ich glaube, ich kann nicht ein ganzes Jahr warten, bis ich ihn wieder backe.

    liebe Grüsse
    Claudia

    • Streusel schrieb am 16. Januar 2019:

      Liebe Claudia

      Das freut mich sehr. Schön, dass dir das Rezept so gut geschmeckt hat und es gelungen ist.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Patrizia schrieb am 4. August 2019:

    Hallo Streusel

    Kann ich für den Königskuchen auch das Zopfmehl gebrauchen? Ist das Typ400?

    Daaaanke 🙂

    • Streusel schrieb am 5. August 2019:

      Hallo Patrizia

      Zopfmehl ist meist eine Mischung aus Weissmehl (Weizen) und Dinkelmehl. Du kannst schon auch Zopfmehl verwenden, ich empfehle jedoch reines Weissmehl.
      Meines erachtens ist es sowieso nicht nötig, spezielles Zopfmehl zu kaufen, da der Zopf mit herkömmlichem Weissmehl genau so gut wird. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith