Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte    

Schweizer Dreikönigskuchen


2. Januar 2017
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Kategorien: Brot und BrötchenGrosse BroteRezepte

Der Dreikönigskuchen wird in der Schweiz traditionell zum Dreikönigstag (am 6. Januar) gebacken. Beim «Kuchen» handelt es sich um zarte, leicht süssliche Milchbrötchen, die original mit Sultaninen durchsetzt und mit Hagelzucker sowie gehobelten Mandeln bestreut sind. In einem der sechs bis acht Brötchen, die kranzförmig rund um ein grösseres Mittelstück angeordnet sind, befindet sich ein kleines Königs-Figürchen. Wer mit etwas Glück das Brötchen mit dem Figürchen wählt und geniesst, ist König des Tages.

Rezept für Dreikönigskuchen – selber machen

Wer Kinder (oder Kind gebliebene) am Tisch hat, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, zum Dreikönigskuchen eine Krone zu basteln. Diese wird beim Servieren des Kuchens darauf gelegt. Wer das Brötchen mit dem Königs-Figürchen erwischt, darf sich die Krone aufsetzen.

Das Geheimnis, dass dieses Rezept für Dreikönigskuchen tatsächlich so schmeckt (oder noch ein bisschen besser), wie vom Lieblingsbäcker, könnte an einer Zutat liegen: der Mandelmasse. Sie gibt dem Gebäck noch etwas mehr Feuchtigkeit und eine dezent wahrnehmbare Mandelnote.


Benötigte Zutaten

Ergibt: 2 Stück

Teig

Eierstreiche

  • 15 g Eigelb (1 Stk.)
  • 20 g Vollmilch (2 EL)

Dekoration

  • 2 Stk. Mandeln, geschält
  • Mandeln, geschält, gehobelt
  • Hagelzucker

So gelingt die Zubereitung vom Schweizer Dreikönigskuchen mit Sultaninen

  1. Zucker in der Milch auflösen.
  2. Mehl, Salz sowie Malzextrakt mischen.
  3. Frischhefe mit einem Viertel der Milch-Zucker-Mischung anrühren, dann mit der restlichen Milch-Zucker-Mischung zur Mehlmischung geben und für 4 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten.
  4. Weiche Butter und Mandelmasse beigeben. Von der Hälfte der Zitrone die Schale dazureiben und nochmals 4 Minuten auf der ersten Stufe kneten.
  5. Anschliessend auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 12 Minuten fertig kneten, bis ein elastischer, geschmeidiger Teig entsteht.
  6. Sultaninen beigeben und von Hand unterkneten, bis sie gleichmässig im Teig verteilt sind. Dieser Schritt wird von Hand ausgeführt, damit die Sultaninen von der Knetmaschine nicht zerquetscht werden.
  7. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen und 70 Minuten bei Raumtemperatur zugedeckt (mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) ruhen lassen.
  8. Anschliessend den Teig in 16 kleinere Stücke (ca. 40 g) sowie zwei grosse Stücke teilen (ca. 185 g) und rund formen (wie das geht, zeige ich hier bei meinen Arbeitstechniken).
  9. Die beiden grossen Stücke auf ein mit Backpapier belegten Bleches legen und pro Kuchen acht kleine Stücke darum herum drapieren.
  10. Pro Kuchen in jeweils eines der kleinen Stücke eine geschälte, ganze Mandel stecken (als symbolisches Königs-Figürchen). Dabei die Mandel von unten ins Brötchen stecken und die offene Einsteckstelle wieder verschliessen.
  11. Mit der flachen Hand die beiden Dreikönigskuchen noch ein bisschen flach klopfen, zudecken und für ca. 40 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  12. Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  13. Für die Eierstreiche Ei und Milch vermischen und die Teiglinge damit bestreichen.
  14. Oberfläche der Dreikönigskuchen mit gehobelten Mandeln sowie Hagelzucker bestreuen, Blech auf der untersten Schiene in den Ofen schieben und für ca. 27 Minuten golden ausbacken.

Tipps

  • Wer Zeit hat, legt die Sultaninen im Voraus für ca. 2 Stunden in 1 EL Rum sowie 0.5 EL kaltes Wasser ein. So werden sie noch etwas weicher und nehmen das feine Rum-Aroma auf (der Alkohol verdampft beim Backen im Ofen, das Aroma bleibt). Dazu am besten Sultaninen, Rum und Wasser in eine kleine Schüssel geben, gut mischen und mit Haushaltsfolie luftdicht bedecken.

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Schweizer Dreikönigskuchen
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27 Kommentare

  • Mirjam schrieb am 6. Januar 2017:

    Was für eine coole Seite, ich kann mich gar nicht satt sehen und lesen. Habe gerade den Königskuchen mit Rosinen gebacken, dafür vorher brav die Mandelmasse selber gemacht und sogar extra Malz gekauft. Was soll ich sagen? Der absolute Wahnsinn! Als nicht-gelernter-aber-dafür-sehr-begeisterter-Hobby-Bäcker backe ich unseren Königskuchen seit Jahren selber nach Rezepten der üblichen Verdächtigen, war aber nie so richtig zufrieden damit. Bis jetzt, ich hab endlich das perfekte Rezept gefunden. Und bin total happy. Vielen Dank!
    Liebe Grüsse Mirjam

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2017:

      Hallo Mirjam

      Freut ich, dass er dir geschmeckt hat. (Und ich find meega cool, dass du die Mandelmasse selbst gemacht hast.)
      Vielen Dank für das Kompliment.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Mia schrieb am 6. Januar 2017:

    Wow, dieser 3Königskuchen ist ja himmlisch… Vielen herzlichen Dank für das tolle Rezept.
    Ich freue mich, noch weitere Rezepte von dir auszuprobieren.

    Wie schön, wenn einem etwas zu Hause so gut gelingt, als ob es vom Bäcker wäre (oder sogar noch besser) 😉
    Danke

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2017:

      🙂 Vielen Dank für das Lob, es freut mich, dass es geklappt und geschmeckt hat.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Rebecca schrieb am 9. Januar 2017:

    Einfach nur hammer! Der Dreikönigskuchen war richtig lecker. Ich habe das Rezept Schritt für Schritt durchgeführt und kann es nur weiterempfehlen. Es hat alles super geklappt und gibt nun keinen Grund mehr, einen Dreikönigskuchen zu kaufen 😉 danke für die super Tipps!

  • Wirz Simone schrieb am 25. August 2017:

    Der Dreikönigstag ist noch weit entfernt, aber wer sagt denn dass dieser Kuchen nur dann gebacken werden kann…. Ein wunderschöner Blog. So was habe ich schon lange gesucht! Ich tüftle auch gerne, bis ein Rezept für mich stimmt. Und das von einem Profi, toll! Bitte weiter so!

    • Streusel schrieb am 25. August 2017:

      Hallo Simone

      Vielen Dank fürs Kompliment. Und ja, dieser Kuchen kann (und sollte eigentlich auch) mehr als einmal pro Jahr gebacken werden. 😉
      Da bin ich absolut dafür.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Brigitta schrieb am 24. November 2017:

    Hallo Streusel

    Per Zufall bin ich deine Seite gestossen. Genau dass habe ich schon lange gesucht. Meine Familie liebt diesen Kuchen, das heisst ich muss immer zwei grosse von der Bäckerei kaufen was auch ins Geld geht. Dieses Rezept werde ich garantiert ausprobieren. Meine Frage: Ist es normal, dass es im Dreikönigskuchen Mandelmasse hat? Wenn ja, was bewirkt diese.
    Liebe Grüsse

    • Streusel schrieb am 25. November 2017:

      Hallo Brigitta

      Freut mich, dass dir meine Seite gefällt.
      Selbstverständlich hat jede Bäckerei ihre eigenen Rezepte für Königskuchen, aber sehr oft wird Mandelmasse dem Teig beigegeben. Sie rundet den Geschmack des Drei-Königskuchens ab und hält ihn auch ein bisschen länger feucht.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Nino Bolis schrieb am 6. Januar 2018:

    Hallo Judith
    Dein Rezept für den Dreikönigskuchen ist super und das Resultat ist sogar beim ersten Versuch besser als aus dem Laden.

    Tipp für all jene die keine Rosinen mögen: entweder Dein Alternativrezept benutzen oder dann einfach die Rosinen durch Schokoladewürfelchen ersetzen, was ich bei einem der beiden Kuchen gemacht habe. Dann natürlich nur die Hälfte der Menge (40g) beigeben.

    Hinweis für Gasofen: nicht auf der untersten sondern zweituntersten Rille oder evtl sogar Ofenmitte backen, sonst wird der Boden zu stark gebacken.

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2018:

      Hallo Nino

      Danke für deinen Tipp und schön, dass dir das Rezept gelungen ist und geschmeckt hat.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Brigitta schrieb am 6. Januar 2018:

    Hallo Streusel
    Heute habe ich die Drei-Königskuchen gebacken. Der Aufwand hat sich gelohnt. Ich werde sie sicher nicht erst im nächsten Jahr backen.
    Grüsse Brigitta

    • Streusel schrieb am 6. Januar 2018:

      Hallo Brigitta

      Das freut mich sehr. Schön hats geklappt.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Lis schrieb am 6. Januar 2018:

    Einfach, aber super gut. ganz sicher nicht mein letzter Besuch auf dieser Website.
    Danke für die tollen Rezepte

    • Streusel schrieb am 7. Januar 2018:

      Sehr gern geschehen.
      Freut mich, hats bei dir geklappt. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Simone schrieb am 9. Januar 2018:

    Liebe Judith

    Unterdessen habe ich schon das eine und andere Rezept aus deinem Blog unverändert nachgebacken und es wurde immer ein voller Erfolg, ebenso dieser Dreikönigskuchen. Den gibt es nächstes Jahr bestimmt wieder.
    Tausend Dank für’s teilen deiner durchdachten und gut beschriebenen Rezepte.
    Ich bin ein riesiger Fan von Dinkelmehl, den Geschmack empfinde ich als voller und wärmer. Ich habe auch das Gefühl, dass es mir besser bekommt. Aber vielleicht ist es ja nur Einbildung…?
    Beim Durchblättern auf deiner Seite habe ich schon Dinkelmehl entdeckt. Hast du mir einen generellen Tipp, wie ich Weizen durch Dinkel ersetzen kann?
    Beim Dreikönigskuchen habe ich festgestellt, dass der Weizen das Wasser besser aufnimmt und schönere „Fadenstrukturen“ bildet, liegt das am Gluten? Ist denn Dinkel nicht eiweissreicher?
    Würde Blätterteig auch mit Dinkel funktionieren?

    Liebe Grüsse Simone

    • Streusel schrieb am 9. Januar 2018:

      Liebe Simone

      Vielen Dank für dein Kompliment – ich freue mich immer wieder über solche Feedbacks.
      Ich mag Dinkelmehl auch sehr gerne, jedoch enthält es tatsächlich weniger Gluten (Kleber-Eiweiss das für eine schöne, elastische und stabile Teigstruktur verantwortlich ist) als Weizenmehl. Lange Zeit habe ich damit herumexperimentiert, jedoch wurden die Resultate nie ganz so schön wie mit Weizenmehl. (Habe lange versucht Gipfeli mit Dinkelmehl zu machen, aber sie wurden immer zu kompakt). Diese Experimente sind aber auch schon eine Weile her und ich habe in der Zwischenzeit viel mehr dazugelernt. (Hmmm, vielleicht sollte ich es trotzdem wieder mal versuchen.)

      Selbstverständlich kannst du die Rezepte auch mit Dinkel- anstelle Weizenmehl herstellen. Meistens klappts schon irgendwie, aber die Resultate werden halt schon nicht ganz gleich – etwas kompakter und beim Backen etwas breitläufiger.

      Ich hoffe ich konnte dir damit irgendwie weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Stefan Bächtold schrieb am 12. Januar 2018:

    Sind 27min nicht etwas lange.
    Unserer hatte dann eine starke Kruste und war dann sehr trocken, und dunkel.

    Heute habe ich nochmals gemacht, und bereits nach 17min herausgenommen, goldgelb.
    Mal schauen wie sie morgen schmecken.

    • Streusel schrieb am 13. Januar 2018:

      Hallo Stefan

      Das dünkt mich etwas komisch, denn das Rezept ist genau so, wie ich das gebacken hatte. Und die 27 Minuten stimmen bei mir – und wenn man den anderen Kommentaren glauben kann, dann bei vielen anderen auch.
      Ich frage nur zur Sicherheit: Hattest du deinen Ofen eventuell auf Umluft statt Ober- und Unterhitze eingestellt?

      Liebe Grüsse
      Judith

      • Stefan schrieb am 13. Januar 2018:

        Nein auch unter/oberhitze
        Gerade haben wir sie gegessen, und waren super. 19min gebacken.
        Weich, luftig, feucht.
        Ansonnsten hatten wir bei keinem Rezept das gefühl dass es zu lange war.

        • Streusel schrieb am 13. Januar 2018:

          Hmmm. Das ist tatsächlich seltsam.
          Ansonsten hätte man noch sagen können, dass halt nicht alle Backöfen gleich «heiss» sind und es darum Schwankungen gibt. Aber da du ja auch schon andere Rezepte von mir ausprobiert hast, und dort die Backzeiten funktioniert haben, ist es mir ein Rätsel.

          Dieses Jahr bin ich leider nicht dazu gekommen, einen Königskuchen zu backen, aber ich werde mich beim nächsten Mal besonders achten. Vielleicht hab ich dabei einen Geistesblitz – wer weiss.

          Eine sehr bizarre Sache.

          Liebe Grüsse
          Judith

  • Käthy schrieb am 1. Januar 2019:

    Mir ist aufgefallen, dass du in deinen Rezepten für meinen Begriff viel Hefe verwendest. Bei deinem St. Galler Bürli Rezept sind es z.B. 3%, beim Königskuchen–Rezept sind es 6%. Meiner Erfahrung nach kommt es dem Geschmack und der Bekömmlichkeit zugute, wenn man mit wenig Hefe backt, dafür mehr Zeit investiert. Was meinst du dazu?

    • Streusel schrieb am 1. Januar 2019:

      Liebe Käthy

      Wie sagt man so schön: Viele Wege führen nach Rom. Und so führen auch viele Wege zu leckerem, knusprigen Brot.

      Meine Rezepte enthalten etwas mehr Hefe, da sie für Hobby-Bäckerinnen und -Bäcker ausgelegt sind, die zwar gerne selber schmackhaftes Brot backen möchten, aber weder die Zeit, die Energie noch den Platz finden, um einen Teig über mehrere Tage zu pflegen. Nicht jeder hat den Luxus seinen Tagesablauf nach einem Brotteig zu richten.

      Zudem bin ich nicht der Meinung, dass die Hefe den Geschmack beeinträchtigt. Denn Geschmack ist auch immer Geschmacksache. Meine Rezepte stelle ich jeweils erst online, wenn meine Test-Esser – und vor allem ich, als grösste Kritikerin – komplett damit zufrieden sind.

      Selbstverständlich ist es möglich, dass für empfindliche Personen Brot mit weniger oder gar keiner Hefe bekömmlicher ist. Für den Grossteil meiner Leser scheint dies jedoch kein Problem darzustellen.
      Meine Rezepte stehen auch für eine persönliche Weiterentwicklung. Wo ich zu Beginn meiner Zeit als Bloggerin vielleicht noch mit mehr Hefe gearbeitet und mich nicht darauf geachtet habe, wurde ich mit der gesammelten Erfahrung auch sensibilisierter auf das Thema.

      Schlussendlich steht es jedem frei, meine Rezepte zu nutzen oder eben nicht. Diesen Blog führe ich in erster Linie für mich, als Sammlung meiner liebsten Rezepte, so dass ich sie nicht in meinen zahlreichen Notizbüchern zusammensuchen muss. Wenn jemand anders auch noch Freude daran hat, dann bitte gern …

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Sibylle schrieb am 6. Januar 2019:

    Dein 3 Königskuchenrezept ist Spitze!!! Wirklich sehr sehr gut!!!!

  • Claudia schrieb am 6. Januar 2019:

    Ich habe heute den Dreikönigskuchen gebacken. Das ist der beste Kuchen den ich je gebacken habe, er war ratz fatz weg bevor ich ein Foto machen konnte. Super Rezept. Super schöner Blog. Weiter so 😀

    • Streusel schrieb am 7. Januar 2019:

      Hallo Claudia

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar, das freut mich sehr.

      Liebe Grüsse
      Judith