KonfektRezepte    

Schweizer Pfaffenhüetli – Keksgebäck mit Haselnussfüllung


25. August 2017
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Kategorien: KonfektRezepte

Das Schweizer Pfaffenhüetli ist ein knuspriges Keksgebäck mit feuchter Haselnussfüllung und feiner Schoko-Ecke, das man häufig in schweizer Bäckereien findet. Den meisten von euch wird der Begriff «Paffenhüetli» aber weniger vom Bäcker nebenan, sondern eher aus der Weihnachtszeit bekannt sein. Doch Achtung: Das kleine (und manchmal auch etwas trockene) Weihnachtsgebäck hat geschmacklich nicht allzu viel mit diesen (fast handflächengrossen) Keksen zu tun.

 

Rezept für Schweizer Pfaffenhüetli wie vom Bäcker – selber machen

 

Denn damit die Pfaffenhüetli nicht staubtrocken oder hart werden, ist vorallem die Rezeptur der Nussfüllung von zentraler Bedeutung. Die Masse soll aromatisch, schön feucht und etwas klebrig sein – eigentlich so, wie die Gekaufte aus dem Supermarkt. Nur eben ohne Feuchthaltemittel und künstliche Aromen (und drum halt viiiel besser).

Um dies zu erreichen und das herrliche Nussaroma stärker zum Vorschein zu bringen, müssen die Nüsse im Voraus leicht angeröstet werden. Die richtige Konsistenz erreichen wir durch die Bearbeitung der Masse im Mixer. Ganz einfach.

 


 

Benötigte Zutaten

für ca. 30 Stk.

 

Für das Gebäck

 

Für die Zuckerglasur

  • 100 g Puderzucker
  • 25 g Wasser

 

Für die Schoko-Ecke

  • 50 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Milchschokolade

 


 

So gelingt die Zubereitung der Schweizer Pfaffenhüetli

 

Vortag

  1. Am Vortag die Nussfüllung nach diesem Rezept zubereiten und ca. 12–24 Stunden, mit Haushaltsfolie zugedeckt, im Kühlschrank ziehen lassen.

 

Herstellungstag

  1. Den Zuckerteig nach diesem Rezept zubereiten, in Haushaltsfolie einwickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Gleich im Anschluss die Nussfüllung aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 20 g Wasser daruntermischen. Die Nussmasse soll sich, während der Zuckerteig im Kühlschrank ruht, etwas an die Raumtemperatur angleichen. So wird sie noch etwas geschmeidiger und lässt sich besser verarbeiten.
  3. Sobald die Ruhestunde um ist, den Ofen auf 180 °C (Unter- und Oberhitze) vorheizen und die Nussfüllung in einen Dressiersack (Spritztüte) mit einer Loch-Tülle (24 mm ø) abfüllen.
  4. Nun den Zuckerteig 4 mm dick ausrollen und mit einem runden Ausstecher (9.5 cm ø) so viele Teig-Rondellen wie möglich daraus ausstechen.
  5. Diese Teig-Rondellen im Anschluss auf zwei mit Backpapier belegte Bleche absetzen und mit einem Tupfen Nussfüllung füllen (so wie auf dem Bild weiter unten).
  6. Dann jeweils drei Seiten der Pfaffenhüetli nach oben auf die Füllung klappen, so dass eine Dreiecksform entsteht, in dessen Mitte noch etwas Nussfüllung hervorblitzt.
  7. Sobald alle Pfaffenhüetli gefüllt sind, schiebt man das erste Blech auf die unterste Rille in den Ofen und backt die Kekse für 22 Minuten.
  8. Anschliessend wechselt man das Blech auf die zweitoberste Rille und lässt die Kekse nochmals 4 Minuten anbräunen.
  9. Während diesen 4 Minuten die Zuckerglasur vorbereiten. Dazu einfach Puderzucker und Wasser mit dem Schneebesen mischen.
  10. Wenn die Pfaffenhüetli aus dem Ofen kommen, sollte man sie sofort vom Blech nehmen und auf ein Kuchengitter absetzen.
  11. Jetzt die Pfaffenhüetli noch heiss mit einer dünnen Schicht Zuckerglasur bepinseln und auskühlen lassen.
  12. Mit dem zweiten Blech genau gleich verfahren.
  13. Sind alle Pfaffenhüetli fertig gebacken und ausgekühlt, kommt als letzter Schritt die Schoko-Ecke.
  14. Dazu die Schokolode in kleine Stücke brechen und über dem warmen Wasserbad schmelzen (d.h. Schüssel mit Schokolade drin, steht auf einem mit Wasser gefüllten Topf). Dabei darauf achten, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt, da diese sonst Klümpchen bildet.
  15. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, wird sie in ein kleines Schälchen umgefüllt.
  16. Dann jeweils eine Ecke des Pfaffenhüetli in die Schokolade tunken und zum Aushärten auf ein Kuchengitter oder ein Backpapier legen.

 


 

Rezept für Schweizer Pfaffenhüetli wie vom Bäcker – selber machen

 


 

Tipp

  • Den Teig zum Ausrollen zwischen zwei Backpapiere legen. Während dem Ausrollen die Backpapiere zwei bis dreimal lösen und den Teig auf Vorder- und Rückseite mit etwas Mehl bestauben. Mit diesem Trick klebt nichts an Tisch und Wallholz (Nudelholz) fest.
  • Um zeitoptimiert zu arbeiten wird ein Blech mit Pfaffenhüetli vorbereitet, in den Ofen geschoben und gebacken. Während dem Backen kann das nächste Blech vorbereitet werden.
  • Wer die Schoko-Ecke zum Glänzen bringen und den grauen Schleier, der beim Aushärten auf der Schokoladenoberfläche entsteht, vermeiden möchte, sollte so vorgehen: Schokolade schmelzen, diese dann auf eine Temperatur unter 29 °C abkühlen und schliesslich nochmals kurz auf eine Temperatur zwischen 30–31 °C erwärmen. Eigentlich so wie beim Couverture temperieren.

 


 

Rezept für Schweizer Pfaffenhüetli wie vom Bäcker – selber machen

 

Rezept für Schweizer Pfaffenhüetli wie vom Bäcker – selber machen

 


 

Übersicht
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Schweizer Pfaffenhüetli
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11 Kommentare

  • Christine schrieb am 25. August 2017:

    Hmm sehen echt lecker aus! Habe heute Nachmittag SRF 3 gehört 🙂 Ich hoffe, es wurden einige Abnehmer gefunden…

    • Streusel schrieb am 26. August 2017:

      Hallo Christine

      Schön hast du den Weg auf meinen Blog gefunden (weitererzählen ist also auch erlaubt 😉 )
      Ich denke das Team von SRF3 hats wohl schon noch geschafft. Und im Notfall, könnte man die Kekse auch locker noch am zweiten oder dritten Tag essen. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Suzanne Tanner schrieb am 30. August 2017:

    Hoi Judith!

    Danke vielmals fuer dieses Rezept. Haette noch zwei Fragen dazu:

    Den Zuckerteig habe ich heute zum ersten Mal gemacht. Wie sollte die Konsistenz sein? Etwas feucht? Ich frage deshalb, weil wir hier in Amerika etwas anderes Mehl haben etc.

    Haselnuesse sind hier schwer zu finden, deshalb habe ich 2 Haselnussbaeumchen im Garten gepflanzt fuer die Zukunft, hehe.
    Aber in der Zwischenzeit verwende ich oft Mandeln statt Haselnuesse. Fuer dieses Rezept jedoch koennte ich auch Baumnuesse verwenden? Was meinst du?

    Danke dir im voraus fuer deinen Bescheid.
    Ganz liebi Gruess,
    Suzanne

    • Streusel schrieb am 30. August 2017:

      Hallo Suzanne

      Die Konsistenz des Zuckerteigs ist, gleich nachdem er fertig geknetet ist, noch recht weich. So, dass man sich nicht vorstellen kann, dass er sich tatsächlich gut verarbeiten lassen wird.
      Aber nachdem er eine Stunde im Kühlschrank war, wird er fester und lässt sich super ausrollen.

      Zu deinem Nussproblem: Die 350 g Haselnüsse würde ich mit 175 g Mandeln und 175 g Baumnüssen ersetzen. So stimmt auch der Fettgehalt der Nussmischung einigermassen. 🙂

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Judith

      • Suzanne Tanner schrieb am 31. August 2017:

        OK Judith. Werde das Rezept so anpassen.
        Vielen Dank.
        Liebs Gruessli us Amerika 🙂
        -Suzanne.

        • Suzanne Tanner schrieb am 2. September 2017:

          Hoi Judith,

          Hab sie ausprobiert, sind aber sehr hart geworden. Hab sie 22 Minuten gebacken wie beschrieben und nochmals 4 Minuten. 2. Ladung habe ich dann nur noch 22 Minuten gebacken, aber immer noch recht knackig. Ist das korrekt?

          Vielen Dank fuer deinen Bescheid.
          Liebe Gruesse
          Suzanne

          • Suzanne Tanner schrieb am 5. September 2017:

            Hallo Judith,

            Danke fuer deine Antwort.
            War im grossen (commercial) Umluftofen.
            Ich dachte gerade an ein anderes Rezept, falls du das mal ausprobieren magst: Mandelchuebeli … 🙂

            Herzliche Gruesse,
            -Suzanne.

          • Streusel schrieb am 5. September 2017:

            Alles klar: Wenn du die Pfaffenhüetli bei Umluft backen möchtest, musst die im Rezept angegebene Ofentemperatur um ca. 20 °C reduzieren. Dann sollte es auch bei dir klappen. 🙂

            Liebe Grüsse
            Judith

            P.S. Die Mandelchuebeli müssen noch etwas warten. Da sind noch einige andere Projekte auf meiner Liste, die zuerst dran sind 😉

          • Streusel schrieb am 5. September 2017:

            Hallo Suzanne

            Das sollte eigentlich nicht passieren. Hast du die Kekse bei Unter- und Oberhitze (so wie im Rezept beschrieben) gebacken oder mit Umluft?

  • Patricia Manser schrieb am 1. September 2017:

    Vielen Dank für das tolle Rezept. Habe schon lange danach gesucht . Habe es bei dir gesehen und gleich ausprobiert und für genial befunden.
    P.S. ich liebe alle deine Rezepte , gelingen alke zu 100%

    • Streusel schrieb am 1. September 2017:

      Hallo Patricia

      Freut mich sehr, konnte ich dir weiterhelfen. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith