Speckzopf, klassisch


7. Mai 2017

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Mein klassischer Speckzopf trumpft mit einer rustikalen, dunklen, aromatischen Kruste und einer weichen, zarten Krume auf. Einziger Knackpunkt bei der Rezepterstellung war: die Speckmenge so zu dosieren, dass es zwar so viel Speck als möglich drin hat, aber dass man den Zopf trotzdem noch mühelos (und ohne tausend herauskullernde Speckwürfeli) formen kann.

 

Rezept für Speckzopf – selber machen

 

Damit der Speckzopf gelingt und so lecker wird, wie er es eben soll, rate ich davon ab einfach das Lieblings-Butterzopf-Rezept mit etwas in Würfel geschnittenem Speck anzureichern.

Der Umstand, dass Speck an sich ja bereits sehr salzig schmeckt und eine Portion Fett mitbringt, sollte beim Teig-Rezept unbedingt berücksichtigt werden. Somit müssen Buttermenge und Salzbeigabe im Teig reduziert und durch das Speckfett und das kräftige Speckaroma ersetzt werden.

 


 

Benötigte Zutaten

Ergibt: 1 grossen Zopf

 

Teig

  • 500 g Weissmehl (Typ 550)
  • 8 g Salz
  • 6 g Malzextrakt
  • 25 g Frischhefe
  • 25 g Ei (ca. 0.5 Stk.)
  • 250 g Vollmilch
  • 70 g Butter, weich
  • 200 g Speck, geräuchert

 

Eierstreiche

  • 25 g Ei (0.5 Stk.)
  • 20 g Vollmilch (2 EL)

 


 

So gelingt die Zubereitung vom Speckzopf

 

  1. Speck in kleine Würfel schneiden und ohne zusätzliches Fett in einer Bratpfanne glasig braten. Würfel beiseite stellen und auskühlen lassen. Speckfett separat für später aufheben.
  2. Weissmehl, Salz, Malzextrakt abwägen, Frischhefe dazubröseln und alles kurz mischen.
  3. Ei und Vollmilch dazugeben und ca. 5 Minuten auf der ersten Stufe der Küchenmaschine kneten.
  4. Butter beigeben und weitere 5 Minuten auf der ersten Stufe kneten.
  5. Beiseite gestelltes Speckfett beigeben, Küchenmaschine auf die zweite Stufe hochschrauben und weitere 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  6. Ausgekühlten Speckwürfel zum Teig geben und kurz auf der ersten Stufe der Küchenmaschine (oder von Hand) unterkneten. Der Teig soll bei diesem Arbeitsschritt nicht mehr allzu stark bearbeitet werden, weil sonst die Teigstruktur zerstört werden kann.
  7. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen, zudecken (mit einem aufgeschnittenen Plastiksäckli oder einem Küchentuch) und 45 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  8. Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen. Beim Backen auf dem Brotbackstein, den Stein unbedingt gleich mit aufheizen.
  9. Teig in zwei gleich grosse Stücke teilen, diese zu ca. 90 cm langen Strängen ausrollen und zu einem Zopf flechten.
  10. Teigling entweder auf ein gut bemehltes Küchentuch (beim Backen auf dem Brotbackstein) oder auf ein mit Backpapier belegtes Blech (beim Backen ohne Brotbackstein) legen, erneut zudecken und 10 Minuten ruhen lassen.
  11. Für die Eierstreiche Ei und Milch zusammen mischen und den Zopf damit bestreichen. Teigling weitere 10 Minuten ruhen lassen und ein zweites Mal mit der Eierstreiche bestreichen.
  12. Jetzt den Speckzopf mit Hilfe eines Holzbrettchens direkt auf den Brotbackstein absetzen oder –beim Backen ohne Brotbackstein – das Blech auf die unterste Schiene des Ofens einschieben.
  13. Zopf 5 Minuten anbacken, dann kurz und kräftig mit einer Sprühflasche Wasser in den Ofen sprühen und weitere 10 Minuten backen.
  14. Ofentür kurz öffnen (um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen) und den Speckzopf weitere 15 Minuten golden fertig backen.

 


 

Tipps

  • Der Speck darf nicht mehr heiss sein, wenn er dem Teig beigegeben wird. Ansonsten wird die Triebkraft der Hefe geschwächt.

 


 

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Rezept für Speckzopf – selber machen

 


 

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Speckzopf, klassisch
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12 Kommentare

  • Dan schrieb am 23. Juni 2017:

    Liebe Judith

    Ich musste kürzlich für ein Familienfests einen Speckzopf backen und habe mit Freude gesehen, dass Du auch ein Rezept aufgeschaltet hast. Der Zopf nach Deiner Vorgabe ist sehr gut geworden (weil der Grilleur Verspätung hatte, war er bereits vor dem eigentlichen Essen verschwunden …), und ich kann ihn wärmstens weiterempfehlen. Das verwendete Speckfett gibt eine deutlich „küstigere“ Geschmacksnote als bei den meisten anderen Rezepten.

    Vielen Dank und weiter so!

    • Streusel schrieb am 25. Juni 2017:

      Hallo Dan

      Cool, freut mich, hats euch geschmeckt. Speckzopf ist halt schon was Gutes und tatsächlich immer Ratz-Fatz aufgegessen. 🙂
      Muss ich echt auch bald wieder mal backen.

      Was ich dir für einen aussergewöhnlichen Apéro mit Freunden auch noch empfehlen kann: Spinatbrot mit Frischkäse und Lachs belegt. 😉

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Johanna schrieb am 25. Dezember 2017:

    Liebe Judith
    Ich bin ein Freigeist was das Brotbacken anbelangt, daher halte ich mich höchst selten an Rezepte 😉 heute habe ich aber einen Rustico-Zopf (Zopf mit Hellem Dinkelmehl und Dinkelschrot) gebacken und mich dabei an deine Speckzopf aufgeh-anstreich-aufgeh-backen-backtemperaturen-und-backofen-mit-wasserbesprüh-tips gehalten… und er ist soo schön und fein geworden und ich konnte gar nicht aufhören mich an meinem hübschen Zopf im Backofen satt zu sehen!
    Daher an dieser Stelle VIELEN DANK für deine wertvollen Tipps!

    • Streusel schrieb am 25. Dezember 2017:

      Hallo Johanna

      Ich freue mich sehr, dass der Freigeist in dir doch noch etwas aus meinen Rezepten entnehmen konnte, das ihn weitergebracht hat. 🙂
      Und vor dem Backofen stehen und dem Brot beim Backen zusehen, ist etwas vom Besten das es gibt – das könnte ich stundenlang machen. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Lea schrieb am 12. Januar 2018:

    Mein erster Speckzopf-Versuch. Beim Speck einarbeiten war ich ein wenig unsicher; habe ich den Teig auch nicht über-bearbeitet? Wird es klappen?
    …nehme ihn aus dem Ofen raus, NA ABER HALLO du hübsches Ding! 10min nachdem er aus dem Ofen war, war er schon verputzt.

    Fazit: Super Rezept, super Ergebnis, die ganze Familie im Fitnesscenter angemeldet.
    Nächstes Mal kommt bei mir noch Käse und Kräuter rein 😉

    • Streusel schrieb am 12. Januar 2018:

      Haha, sehr gut. 😀
      Liebe Lea, es freut mich hats geklappt. Vielen Dank für deinen unterhaltsamen Kommentar.

      Fröhliche Grüsse
      Judith

  • Angélique schrieb am 30. März 2018:

    Liebe Judith
    Erneut ein geniales Rezept von dir. Dieser Speckzopf ist der Hammer.
    Kann man den Zopf nach dem Backen einfrieren?

    Liebe Grüsse
    Angélique

    • Streusel schrieb am 31. März 2018:

      Hallo Angélique

      Ja, den kann man einfrieren. Nach den Backen kurz abkühlen lassen, in einen Gefrierbeutel legen, gut verschliessen und ab in den Tiefkühler damit.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Iain schrieb am 7. September 2018:

    Danke Judith

    Heute für den Pausentisch diesen Speckzopf gebacken und er kam super an.
    War das erste Rezept, welches ich von deiner Seite hier nachgebacken habe.
    Habe mir sogar extra einen Brotbackstein geholt, nachdem ich soviele Rezepte von dir bereits durchgelesen habe.
    Die Tipps sind alle super Wertvoll….weiter so!

    Danke nochmal!

    • Streusel schrieb am 7. September 2018:

      Das freut mich sehr. 🙂
      Schön hat es euch geschmeckt.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spass beim Backen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Heidi Binder schrieb am 5. Dezember 2019:

    Ich habe am 3.12.19 Adventsfenster Eröffnung gehabt. Zum Apero habe ich den Speckzopf gemacht mein erster Speckzopf in meinem Leben (bin 66 jahre alt) und ich muss sagen der Speckzopf war wunderbar habe von 1 kg Mehl gemacht rübis stübis alles wurde gegessen. Super diese Rezept.

    • Streusel schrieb am 9. Dezember 2019:

      Das freut mich sehr.

      Liebe Grüsse
      Judith