Tipps und TricksZutaten-Lexikon    

Der Unterschied zwischen Schokolade, Kuvertüre und Kuchenglasur


14. Februar 2016

Kategorien: Tipps und TricksZutaten-Lexikon

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Schokolade, Kuvertüre (Couverture) und Kuchenglasur (Fettglasur)?

 

Diese unterschiedlichen Bezeichnungen für etwas, das eigentlich immer wie Schokolade aussieht, können zum Teil etwas verwirrend sein. Wozu verwende ich denn jetzt Couverture? Wozu Schokolade? Und kann ich meinen Kuchen auch mit Schokolade anstelle Kuchenglasur überziehen?

Ganz einfach erklärt, liegt der Unterschied zwischen Schokolade, Kuvertüre und Kuchenglasur im Fettgehalt, in der Art des Fettes und in der Herstellung.

 

Schokolade

 


 

Kuchenglasur

 

Inhaltsstoffe: Pflanzenfett, Zucker, Kakaopulver, Milchpulver, Aroma und Emulgator.

Fettgehalt: 35–45 % (je nach Sorte: weisse, Milch- oder dunkle Kuchenglasur)

Verwendungszweck: Überziehen von Kuchen, Torten und anderen Süssigkeiten.

Vorteile: Einfache Handhabung, schnelle Verarbeitung, günstig da keine teure Kakaobutter verwendet wird

Nachteile: Enthält minderwertige Pflanzenfette (Kokos- und Palmfett), weniger ausgeprägter Schokoladengeschmack

 


 

Schokolade

 

Inhaltsstoffe: Kakaomasse, Zucker, Milchpulver, Kakaobutter

Fettgehalt: 4–28 % (je nach Sorte: weisse, Milch- oder dunkle Schokolade)

Verwendungszweck: Zur Herstellung von Kuchenteigen, Pralinen-Füllungen, Konfekt und zum Rohessen.

Vorteile: guter Geschmack, hochwertige Qualität (Herstellung und Inhaltsstoffe)

Nachteile: muss zum Überziehen von Konfekt trempiert werden um einen schönen Glanz zu erhalten

 


 

Couverture

 

Inhaltsstoffe: Kakaomasse, Zucker, Milchpulver, Kakaobutter

Fettgehalt: 31–40 % (je nach Verwendungszweck und Sorte)

Verwendungszweck: Für Schokoladencremen und Ganachen; zum Überziehen von Kuchen, Torten und Pralinen; zum Giessen von Osterhasen.

Vorteile: ausgezeichneter Geschmack, hochwertige Qualität (Herstellung und Inhaltsstoffe), besserer Glanz

Nachteile: Komplexere Handhabung, muss trempiert werden um einen schönen Glanz zu erhalten

 


 

Fazit

 

  • Wenn ihr für euren Kuchenteig Schokowürfel oder geschmolzene Schokolade benötigt, könnt ihr gut herkömmliche Schokolade verwenden. Auch die Ganache für Truffes oder andere Pralinen kann gut damit hergestellt werden.
  • Wenns etwas edlere Pralinen sein sollen, die zarter im Schmelz sind, rate ich zu Couverture. Diese ist einfach noch etwas cremiger und weicher als normale Schokolade. Ausserdem – wenn sie richtig temperiert ist – erreicht man damit bei Pralinen oder als Überzug von Gebäck oder Keksen einen viel schöneren Glanz.
  • Wenns für den Kuchenüberzug schnell gehen muss, empfehle ich Kuchenglasur.

 

So, das wäre der Unterschied zwischen Schokolade, Kuvertüre und Kuchenglasur. Ganz einfach.

 




               



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4 Kommentare

  • Nadine schrieb am 17. Februar 2016:

    Coole Infos! Danke, das wusste ich bis jetzt noch nicht!

    • Streusel schrieb am 20. Februar 2016:

      Gern geschehn. Falls du sonst mal eine Frage rund ums Backen hast, hinterlasse ganz einfach einen Kommentar. Vielleicht kann ich ja weiterhelfen … 🙂

  • Thomi schrieb am 3. Juni 2018:

    Super Info, vielen Dank!
    Hast du auch schon Couvertüre selbst Hergestellt?
    Ich würde das gerne machen, dass ich etwas variieren kann mit dem Geschmack.
    Liebe Grüsse,
    Thomi

    • Streusel schrieb am 5. Juni 2018:

      Hallo Thomi

      Schön, konnte ich dir weiterhelfen.
      Couverture selbst gemacht, habe ich noch nie. Dazu benötigt es neben grossem Fachwissen auch diverse Profi-Apparate, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen.
      Darum überlasse ich das gerne den Profis 😉

      Liebe Grüsse
      Judith