PralinenRezepte    

Mandel-Rochers aus dunkler Schokolade


2. November 2016

Kategorien: PralinenRezepte

Schokolade, Mandeln, ein Hauch Caramel. Mandel-Rochers sind mit einem knusprigen Haps im Mund, schmecken herrlich nach Zartbitter-Schokolade, machen sich gut zum Kaffee und sind dabei gar nicht so schwer herzustellen.

 

Wenn ich was mit Schokolade mache, dann ist das meistens nicht für mich, sondern für meinen Freund. Mein Körper verträgt nun mal keine Schokolade. Mein Freund schon. Er liebt Schokolade. Darum liebt er auch diese kleinen Mandel-Rochers. Und weil ich, bevor ich realisiert habe, dass mir Schokolade Bauchschmerzen bereitet, Schokolade ebenfalls geliebt habe, fällt es mir leicht, in meinen alten Rezepten zu stöbern und das Passende für meinen Freund heraus zu suchen. Da er bei diesem Rezept der Meinung war, dass es sich für meinen Blog eignen würde und ich heute Abend Lust hatte, ein bischen in der Küche herumzuwerkeln, habe ich hier die Anleitung zu einer einfachen aber leckeren Praline für euch.

 

Mandel-Rocher Praline Rezept

 


 

Benötigte Zutaten

ergibt ca. 22 Stk.

 

  • 20 g Zucker
  • 20 g Wasser
  • 100 g Mandeln (geschält, weiss, in Stäbchen)
  • 60 g Couverture, dunkel (ca. 60% Kakao)

 


 

So gelingt die Zubereitung der Mandel-Rochers

 

  1. Den Backofen auf 250 °C (Umluft) vorheizen
  2. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen, bis sich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben.
  3. Pfanne vom Herd nehmen, Mandelstäbchen dazugeben und im Zuckersirup wenden (Klappt mit einem normalen Suppenlöffel wunderbar).
  4. Die Mandelstäbchen auf einem mit Backpapier belegten Blech flach verteilen und im Ofen ca. 3 Minuten rösten. Blech herausnehmen, die Stäbchen kurz wenden und weitere 2–3 Minuten im Ofen fertig rösten, bis sie eine goldbraune Farbe erreicht haben.
  5. Die Stäbchen für die Mandel-Rochers abkühlen lassen.
  6. Nun die Couverture in kleine Würfel hacken (falls es Couverture-Drops sind, entfällt dieser Arbeitsschritt), in eine Schüssel geben und im warmem Wasserbad schmelzen. Dazu am besten eine Pfanne mit warmem Wasser bereit machen und die Schüssel mit der Couverture vorsichtig hineinstellen. Dabei darauf achten, dass kein Wasser in die Couvertüre spritzt, das gibt sonst Klümpchen.
  7. Wärend des Schmelzvorgangs sollte die Schokoladentemperatur immer wieder überwacht werden, da die Schokolade genau eine Temperatur zwischen 30–33 °C erreichen soll. Ist die Schokolade zu heiss, können ein paar weitere Couverture-Drops (-Stückchen) dazugegeben werden, um die Temperatur wieder zu senken. Das Einhalten der Temperatur ist darum so wichtig, weil es entscheidend ist, ob die Schokoladen-Oberfläche der Mandel-Rocher glänzt oder eben nicht. Ist die Schokolade zu heiss, bildet sich ein etwas unschöner weisser Film (das ist die ausgetretene Kakobutter) auf den Pralinen. Schmecken tuts trotzdem noch, aber es sieht halt einfach nicht mehr so toll aus.
  8. Hat die Couverture die korrekte Temperatur erreicht, können die Mandelstäbchen dazugegeben und untergemischt werden.
  9. Sind alle Stäbchen schön mit der dunklen Couverture überzogen, wird die Mischung mit zwei Teelöffeln häufchenweise auf ein Backpapier gesetzt. Nun muss man sie nur noch ca. 1 Stunde bei Raumtemperatur fest werden lassen.

 

Mandel-Rocher Praline Rezept

 

Mandel-Rocher Praline Rezept



               



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6 Kommentare

  • Barbara schrieb am 7. Dezember 2016:

    Liebe Judith,

    Uiiiiiiii…….. da bin ich gerade auf einen äusserst interessanten Blog, deinen Blog!, gestossen. Ich werde ganz viele deiner Rezepte nachbacken (zumindest versuchen, es zu schaffen sie nachzubacken) denn du veröffentlichst in deinem Blog für mich genau die Rezepte, die mich soooo ansprechen: Blätterteignussgipfel (dafür fahre ich nach La Chaux-de-Fonds, weil ich dort bei einem Bäcker die für mich besten Nussfipfel gefunden habe – vielleicht kann ich mir in Zukunft den Weg sparen ;-)). Shortbreads: mein Lieblingsguetsli, und, und und…….. Vielen Dank, dass du dir die Mühe machst, uns dein Wissen und deine Rezepte weiterzugeben!!!

    Mandel-Rochers: ich liebe sie heiss und habe auch schon versucht, sie selber zu machen -leider nur mit mässigem Erfolg, die von Sprüngli schmecken mir besser (aber vielleicht nicht mehr lange ;-).

    Zu den Rochers habe ich eine Frage: wo bekomme ich in der Schweiz Couverture – ich finde sie nirgends in den immensen Schokoladenabteilungen in unseren Läden (Migros, Coop usw.)?

    Dann hätte ich noch noch eine scheue Frage – sie betrifft zwar überhaupt nicht die Rochers – aber sie hat mit Schokolade zu tun und mit Weihnachten: ich liebe „Brunsli“ über alles. Damit ich sie wirklich fein finde, müssen sie natürlich ganz fest nach Schokolade schmecken. Aber fast wichtiger ist für mich die Konsistenz: aussen nur „äs bitzeli knusprig“ und innen noch weich. Und ich weiss nicht was ich falsch mache. Habe schon Rezepte mit Eiweiss und ohne Eiweiss ausprobiert auch solche nur mit Kakaopulver oder solche mit Schokolade. Einmal 10 Min. bei 180 Grad gebacken, einmal 5 Minuten bei 250 Grad gebacken: immer dasselbe: kaum sind sie abgekühlt, sind sie ziemlich hart, leider auch innen. Selbstverständlich musst du meine Frage nicht beantworten, gehört ja nicht zu den Mandel-Rochers – aber vielleicht hättest du irgend einen Tipp, dass mir diese „cheibe feine“ Brunsli einmal gelingen würden?

    Auf jeden Fall freue ich mich auf jeden weiteren Beitrag von dir. Ich wünsche dir eine schöne
    Adventszeit.

    Ganz liebi Grüess us em Bärnbiet
    Barbara

    • Streusel schrieb am 7. Dezember 2016:

      Hallo Barbara

      Holla, das nenn ich mal einen Kommentar 😉 wunderbar.
      Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog so gefällt.

      Ich beantworte mal eins nach dem anderen:

      1. Die Couverture bekommst du meistens in grösseren Supermärkten. Die liegt aber eben nicht bei der Schokolade, sondern bei den Backzutaten. Verpackt ist sie zum Beispiel so wie hier. Bin dann gespannt obs geklappt hat.

      2. Nun zu den Brunsli. Das ist halt so ein Thema. Kaufst du dir Brunsli im Supermarkt, schmecken sie genauso wie von dir beschrieben. Knusprig und doch schön feucht. Feuchthaltemittel E 420 sei Dank. Dieses Thema beschäftigt mich auch schon länger, wie krieg ich die Brunsli auch ohne die E-Nummer so hin. Versprechen kann ich dir noch nichts, aber diesen Freitag werde ich «Guetzle» und Brunsli sind definitiv mit von der Partie. Falls mein Resultat vorzeigbar ist, werd ich das Rezept selbstverständlich veröffentlichen. Mal sehn. Und sonst halt einfach nächstes Jahr zu Weihnachten. 😉

      Ab und zu hier vorbeischauen, lohnt sich also. (Und falls mir DIE Brunsli gelingen sollten, werde ich dich ganz bestimmt als Erste informieren.)

      Liebe Grüsse
      Judith

      • Barbara schrieb am 8. Dezember 2016:

        Liebe Judith,
        Vielen herzlichen Dank für deine schnelle Antwort und den Tipp, wo ich die Couvertüre finde.

        Hoffentlich klappt es bei dir mit den Brunsli, damit du dein Rezept veröffentlichen kannst ;-). Das wäre so toll.

        Übrigens, es sind nicht nur die Brunsli vom Supermarkt, die mir gut schmecken, auch jene von Sprüngli und von einer Confiserie in Bern sind so, wie ich sie beschrieben habe – aber ich könnte mir vorstellen, dass auch sie ein Feuchthaltemittel einsetzen?

        Dir wünsche ich viel Spass beim Guetzle.

        Liebe Grüsse,
        Barbara

        • Streusel schrieb am 8. Dezember 2016:

          Ob sie auch Feuchthaltemittel einsetzen, wird wohl deren Geheimnis bleiben … 🙂
          Vielen Dank, mal sehn wie es wird am Freitag. Ich freu mich jedenfalls schon seeeeehr darauf. Hihi.

          Liebe Grüsse
          Judith

          • Barbara schrieb am 8. Dezember 2016:

            Bin schon ganz gespannt, welche Guetzli-Rezepte du dann veröffentlichst :-)!

            Liebe Grüsse,
            Barbara

          • Streusel schrieb am 8. Dezember 2016:

            Mal sehn …