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Maroni-Püree (Marroni-Püree)


20. Oktober 2017
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Kategorien: Füllungen und CremesHalbfabrikateRezepte

Die Herstellung von Maroni-Püree (oder Marroni-Püree – wie wir Schweizer es liebevoll schreiben) ist gar nicht so kompliziert oder zeitaufwändig, wie man sich das vielleicht vorstellt. Dazu braucht es bloss Maroni, Puderzucker, Wasser, einen Schuss Kirsch und ein Hauch Zitronensaft. Schon ist die Grundmasse für leckere Vermicelles und Co. bereit.

Rezept für Maroni-Püree / Marroni-Püree – selber machen

Maroni oder Kastanie? Marone, Maroni oder Marroni? Esskastanie, Edelkastanie oder Rosskastanie? Auf den ersten Blick sehen sich alle diese Nussfrüchte sehr ähnlich und doch tragen sie verschiedene Namen und werden unterschiedlich geschrieben. Falls ihr in diesem Durcheinander endlich Klarheit haben wollt, lest weiter:

Rosskastanie

Rosskastanien sind, obwohl sie den Edelkastanien sehr ähnlich sehen, nicht mit ihnen verwandt und auch nicht essbar. Dies liegt vor allem an ihrem hohen Gehalt an Gelbsäure.

Kastanie / Esskastanie / Edelkastanie

Werden euch im Supermarkt Kastanien, Esskastanien oder Edelkastanien angeboten, so wisst ihr in Zukunft: Dabei handelt es sich um Esskastanien, die zur Gattung der Edelkastanien gehört. Sie sind – wie es der Name bereits vermuten lässt – essbar.

Maroni / Marroni

Maroni sind eine Weiterzüchtung der Edelkastanie. Darum sind sie etwas grösser und schmecken ein bisschen süsser als ihre Vorgänger. Zudem lassen sie sich auch besser schälen. Oft sorgt auch die Schreibweise (1 oder 2 «r»?) für Verwirrung: In Deutschland und Österreich schreibt man «Marone» (Einzahl) oder «Maroni» (Mehrzahl) und in der Schweiz schreibt man «Marroni» (Einzahl und Mehrzahl).


Benötigte Zutaten

  •  240 g Maroni, gekocht
  • 65 g Puderzucker
  • 40 g Wasser
  • 20 g Kirschwasser (Schweizerdeutsch: Kirsch)
  • 2 g Zitronensaft

So gelingt die Zubereitung vom Maroni-Püree (Marroni-Püree)

  1. Die gekochten Maroni mit den restlichen Zutaten im Mixer fein pürieren. (Der Zitronensaft kann, muss aber nicht beigegeben werden. Ich persönlich mag die zarte Note aber ganz gerne.)
  2. Das Maroni-Püree etwa 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.

Tipps

  • Wer viel Zeit mitbringt, kann selbstverständlich auch frische, unverarbeitete Maroni verwenden und diese selbst kochen. Dazu die Schale der Maroni (Gewicht mit Schale: ca. 400–450 g) auf der flachen Unterseite übers Kreuz einschneiden. Dann 1 Liter Wasser mit einer Prise Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Anschliessend die Maroni hineingeben und während 40–50 Minuten (je nach Grösse) auf mittlerer Stufe gar kochen. Zum Schluss die Maroni abkühlen lassen und schälen.
  • Das Maroni-Püree lässt sich im Voraus zubereiten: Gut verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt, hält es sich etwa vier Tage.

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Rezept
Maroni-Püree (Marroni-Püree)
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8 Kommentare

  • Barbara schrieb am 22. Oktober 2017:

    Liebe Judith

    Sehr gerne möchte ich versuchen, Marroni-Purée nach deinem Rezept selber zu machen. Daher habe ich eine Frage zu deinem Rezept: wenn ich vorgekochte Marroni brauchen möchte, kann ich auf die tiefgefrorenen, die es in der Migros oder im Coop gibt zurückgreifen?

    Vielen Dank im voraus für deine kurze Antwort.

    Barbara

    • Streusel schrieb am 22. Oktober 2017:

      Hallo Barbara

      Klar kannst du auch die tiefgekühlten von Migros oder Coop verwenden. Sobald sie aufgetaut sind, kannst du sie zum Püree weiterverarbeiten.

      Liebe Grüsse und viel Spass beim Nachmachen
      Judith

      • Barbara schrieb am 22. Oktober 2017:

        Vielen Dank, liebe Judith, für deine schnelle Antwort.

        Wird nächstens probiert – ich liebe nämlich Vermicelles unglaublich, aber viele gekaufte fertig-Marroni-Purées wie auch fertige Vermicelles aus der Bäckerei mag ich oft nicht so – deshalb werde ich mal dein Rezept ausprobieren.

        Danke für deinen schönen Blog – ich schaue immer gerne rein!

        Barbara

        • Streusel schrieb am 23. Oktober 2017:

          Dann bin ich mal gespannt, wie dir die selbstgemachten schmecken. 🙂

  • Anna Weber schrieb am 5. November 2017:

    Liebe Judith
    Ich habe gestern das Marroni-Püree gemacht. Einfach gut! Ich habe tiefgekühlte Marroni genommen und zuerst gekocht, dann püriert mit den angegebenen Zutaten gemixt. Dann eine feine Vanillecreme dazu gemacht und mein Dessert war fertig. Endlich habe ich ein Winterdessert das nicht so süss ist. Danke für den tollen Tipp!
    Anna

    • Streusel schrieb am 5. November 2017:

      Hallo Anna

      Jaa, mit Vanillecreme schmeckt das Marroni-Püree auch ganz herrlich. 🙂
      Eine schöne Kombination hast du da gemacht. Ich freue mich, dass es dir gelungen ist und geschmeckt hat.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Sandra schrieb am 14. Oktober 2019:

    Hallo darf ich fragen was mit Kirsch gemeint ist in der Rezeptur bzw ist damit Kirschwasser gemeint? Liebe grüße Sandra

    • Streusel schrieb am 15. Oktober 2019:

      Liebe Sandra

      Hui, da hat sich ein schweizerdeutsches Wort eingeschlichen. Damit ist natürlich Kirschwasser – also der Obstbrand aus Kirschen – gemeint.

      Liebe Grüsse
      Judith