Schoko-Haselnuss-Aufstrich (selbst gemachtes Nutella)


Dieser Schoko-Haselnuss-Aufstrich sieht zwar fast so aus wie Nutella, ist und schmeckt aber um Klassen besser, als der industriell hergestellte Brotaufstrich. Der einfache Grund dafür: die Hauptzutaten in der Variante von Ferrero sind Zucker und Palmöl. In diesem Rezept für selbst gemachtes Nutella spielen Haselnüsse und Schokolade die Hauptrolle. Welche Zutaten für den hochwertigeren Geschmack sorgen, liegt auf der Hand.

Rezept für selbst gemachtes Nutella – Rezept für Schoko-Haselnuss-Aufstrich

Habt ihr eigentlich schon mal einen Blick auf die Zutatenliste von Nutella geworfen? Obwohl sich die cremige Masse als Haselnuss-Brotaufstrich anpreist, macht der Anteil an Haselnüssen gerade mal dürftige 13% und der Anteil an Kakao sogar nur 7,4% vom Gesamtprodukt aus.

Trotzdem als lecker nussig und schokoladig empfindet man die Creme nur, weil für die Zubereitung grosse Mengen Zucker und in Verruf stehendes Palmöl verwendet werden. Denn Zucker sowie Fett sind aussergewöhnlich gute Geschmacksträger und kompensieren damit die anteilsmässig geringen Mengen an Haselnüssen und Schokolade. Ganz nach dem Grundsatz: Je mehr günstiger Zucker und billiges Fett beigegeben wird, desto weniger teure Nüsse und Kakao müssen verwendet werden.
Ein Vorteil und Gewinn für Ferrero, ein Nachteil für den Konsumenten und die Umwelt.

Darum bereite ich mir lieber meinen eigenen Schoko-Haselnuss-Aufstrich zu. Mit natürlichen Zutaten und – weil von Hand gemacht – mit einer ordentlichen Portion Hingabe.


Rezept-Überblick: Schoko-Haselnuss-Aufstrich

Menge


Ergibt: 480 g

Anzahl Portionen: 20


Haltbarkeit


Im Kühlschrank (1 bis 5°C):
2 Monate (gut verschlossen)


Zubereitungszeit


Aktive Zubereitungszeit: 00H30M


Wartezeit: 00H30M


Zeit Total: 01H00M



Benötigte Zutaten

  • 300 g Haselnüsse
  • 110 g Zucker
  • 70 g Wasser
  • 70 g Couverture, dunkel (65% Kakaoanteil)
  • 22 g Kakaopulver, fettarm
  • 0.5 Stk. Vanilleschote
  • 5 g Olivenöl
  • 1 Prise Salz


So gelingt die Zubereitung vom Schoko-Haselnuss-Aufstrich

  1. Backofen auf 150°C (Ober- und Unterhitze) aufheizen.
  2. Haselnüsse auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und während 25 Minuten auf der zweituntersten Schiene rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  3. Schale von den Haselnüssen grob entfernen. Dazu die Nüsse mit einem trockenen, sauberen Küchentuch abreiben, bis sich die Schale löst. Wenn sich am Schluss noch kleine Schalenteilchen an den Nüssen befinden, ist das nicht weiter schlimm. Übrigens: Für diesen Arbeitsschritt wird etwas Geduld benötigt – ich kann aber versprechen, dass es sich lohnt.
  4. Zucker sowie Wasser in einer kleinen Pfanne aufkochen und ohne Umrühren zu einem goldfarbenen Sirup einköcheln.
  5. Karamellsirup anschliessend sofort auf ein Backpapier giessen. Abkühlen und aushärten lassen.
  6. Couverture in eine Schüssel geben und diese im warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  7. Ausgekühltes, hartes Karamell in den Hochleistungsmixer geben und kurz zu feinem Zucker vermalen.
  8. Geröstete, geschälte Haselnüsse beigeben und mit dem Karamellzucker zu einer homogenen Paste pürieren. Den Mixer dazu langsam auf die höchste Stufe hochschrauben. Achtung: Die Paste sollte dabei nicht zu heiss werden.
  9. Vanilleschote längs halbieren, Samen auskratzen und zur Haselnusspaste geben. Kakaopulver, geschmolzene Couverture, Olivenöl sowie Salz ebenfalls dazugeben. Den Mixer langsam auf die höchste Stufe hochschrauben. Anschliessend alle Zutaten ca. 3 Minuten pürieren, bis der Schoko-Haselnuss-Aufstrich eine feine, fast flüssige Konsistenz aufweist.
  10. Schoko-Haselnuss-Aufstrich in ein Einmachglas füllen und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden abkühlen und fest werden lassen.

Tipps

  • Der Aufstrich ist nach dem Pürieren noch recht flüssig, was aber ganz normal ist. Sobald er im Kühlschrank abkühlen konnte, wird seine Konsistenz fester und wunderbar streichfähig.

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Rezept für selbst gemachtes Nutella – Rezept für Schoko-Haselnuss-Aufstrich

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Schoko-Haselnuss-Aufstrich
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28 Kommentare

  • Doris Leber schrieb am 4. Januar 2019:

    Dieses Brotaustrichrezept tönt viel besser, als meins! Werde es demnächst für meine Enkel ausprobieren. Danke für das pröbeln!

    • Streusel schrieb am 5. Januar 2019:

      Hallo Doris

      Dann bin ich mal gespannt, was du dazu meinst. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Olaf schrieb am 8. Januar 2019:

    Hallo Judith

    ich habe dein Rezept natürlich sofort ausprobiert. Wie immer ist es super geworden.

    Die einzige Frage war bei Punkt 9. Du gibst Salz dazu aber oben fehlt die Angabe wieviel. Habe mal einfach eine Prise dazugegeben und es schmeckt.

    Bin wirklich begeistert von deiner Seite und habe schon viel ausprobiert.

    Lieber Gruss

    Olaf

    • Streusel schrieb am 8. Januar 2019:

      Hallo Olaf

      Da hast du vollkommen Recht, vielen Dank für deinen Hinweis. Habs soeben im Rezept korrigiert. 🙂
      Und ja, da benötigt es lediglich eine Prise Salz.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Dana schrieb am 3. April 2019:

    Hallo Judith,

    Auch nach 2 maaligem Ausprobieren bleibt bei mir nur ein Zuckersirup übrig, wird also nicht hart. Kann ich den flüssigen Sirup auch benutzen? Er hat ca 5 min gekocht, vielleicht war das ja auch zu kurz?
    Könntest du bitte mitdenken? Herzlichen Dank vorab, Dana

    • Streusel schrieb am 4. April 2019:

      Hallo Dana

      Das klingt für mich nach einer zu kurzen Kochzeit. War er auch tatsächlich caramelfarben? Das kann ich mir nach deiner Beschreibung kaum vorstellen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Dana schrieb am 12. September 2019:

    Hallo Judith,

    Kann ich den Aufstrich auch mit Mandela machen? Leider vertrage ich keine Haselnüsse und Laktose.

    Herzliche Grüße.

    Dana.

    • Streusel schrieb am 12. September 2019:

      Liebe Dana

      Der Aufstrich funktioniert auch mit Mandeln. Am besten nimmst du bereits geschälte Mandeln, die du dann im Ofen nur 20 Minuten röstest (ist hier noch etwas genauer beschrieben).
      Und anstelle von Couvertüre verwendest du laktosefreie dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil um 65%.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Sidonia schrieb am 8. November 2019:

    Hallo, habe soeben mit den Kindern die Nutella nachgekocht, sieht super aus schmeckt leider nach gebrannten Haselnüsse. Habe gleich ein 2tes mal probiert und diesmal die Haselnüsse im Ofen anstatt 25 min nur 10 min gelassen. Schmeckt noch immer nur nach gebrannte Nüsse. Was mache ich falsch?
    Viele Grüsse Sidonia

    • Streusel schrieb am 12. November 2019:

      Hallo Sidonia

      Zum einen:
      Welche Farbe haben die Nüsse denn, wenn Sie aus dem Ofen kommen? Schmecken sie da auch schon verbrannt? Reduziere mal die Ofentemperatur um 10–20°C – denn 200°C sind nicht bei jedem Backofen auch wirklich 200°C.
      Die Nüsse sollten langsam und schonend geröstet werden und der Punkt, zwischen geröstet und verbrannt, ist schnell überschritten.

      Zum anderen:
      Schälst du die Nüsse nach dem Rösten evt. zu wenig? Die Schale kann den Nussaufstrich auch bitter machen.

      Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Sibylle Marion Zust schrieb am 30. Mai 2020:

    Hallo… Gerne möchte ich meinen Partner damit überraschen. Da er jedoch morgens früh aufstehen muss, ist es möglich, dass das angebrochene Glas im Schrank, und nicht im Kühler aufbewahrt werden kann?! Danke

    • Streusel schrieb am 1. Juni 2020:

      Hallo Sibylle

      Warum kann denn der Aufstrich nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden? Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden.
      Wie lange du ihn bei Raumtemperatur lagern kannst, kann ich dir leider nicht beantworten, da er bei uns immer direkt aus dem Kühlschrank kommt.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Rosie schrieb am 6. Juni 2020:

    Liebe Judith
    Seit klein auf bin ich eine gnadenlose Nutella-Anbeterin. Wie auch nicht als waschechte Italienerin.
    Als erwachsene und Mutter war mir dann doch die Zutat des Palmöls ein Dorn im Auge.
    Es ist nicht meine erste selbstgemachte Nutella die ich bereits getestet habe.
    Letzte Woche habe ich dann dein Rezept ausprobiert………..
    Entschuldige mal! Was für ein mega, galaktisches Rezept hast du da online! Stellt jedes andere Rezept in den Schatten.
    Ich bin so überwältigt! Mein erstes Glas wurde innert Tage verschlungen.
    Selbstgemachte Nutella mit Suchtpotential. Vielen herzlichen Dank für diese leckere Schlemmerei.

    • Streusel schrieb am 9. Juni 2020:

      Liebe Rosie

      🙂 Dein Kompliment freut mich unglaublich.
      Vielen Dank dir und weiterhin viel Spass beim Backen und Schlemmen.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Stephanie schrieb am 7. Juli 2020:

    Hallo Judith, vielen Dank für dieses tolle Rezept! Da ich keinen Hochleistungsmixer habe hat die Herstellung ewig gedauert, mit dem Pürierstab hat es aber nach gefühlt zwei Stunden doch noch geklappt. Der Geschmack ist mir etwas zu bitter, ich werde beim nächsten mal mit etwas hellerer Schokolade versuchen.

    Hast du mir noch einen anderen Tipp, wie ich das ohne ahochleistungsmixer herstellen kann? (Standmixer ist zwar vorhanden, aber hat anscheinend keine Hochleistung…).

    • Streusel schrieb am 9. Juli 2020:

      Hallo Stephanie

      Wenn es so lange gedauert hat und der Geschmack zu bitter war, dann kann es auch daran liegen, dass die Masse überhitzt wurde. Dadurch können die Haselnüsse bitter werden.
      Wenn du es mit dem Pürierstab machst, hilft es vielleicht, wenn du die Haselnüsse im Voraus bereits mit einem Messer zerkleinerst.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Sabine schrieb am 29. Oktober 2020:

    Hallo Streusel,
    Dein Aufstrich ist super lecker!
    Ich habe ihn gestern Abend gemacht und knapp 2 Stunden gebraucht. Das war absolut die Mühe wert!

    Allerdings ist er mir viel zu süß und wohl nur für gelegentlich sonntags geeignet. Nächstes Mal werde ich wohl nur 20g Zucker – oder eher einen Teelöffel Honig – verwenden. Das ist dann zwar nicht mehr vegan, für mich aber bei der Menge ein guter Kompromiss, weil Honig ja viel gesünder ist. Außerdem spare ich mir dann die Heizenergie für’s karamellisieren, denn Honig hat von sich aus mehr Aroma.
    Ich habe übrigens 50g Dunkle Schokolade (71% Kakao) und – versehentlich 20g – kalt gepreßtes Rapsöl verwendet. Die Nusscreme ist auch damit schön streichfähig.

  • Mona schrieb am 19. Dezember 2020:

    Hallo
    Ich wollte die Schokocreme als Weihnachtsgeschenk für meine Freunde machen. Nun habe ich schon gehakte und geröstete Haselnüsse daheim (so gekauft) und einige Tafeln dunkle Schokolade (50%).
    Geht das auch oder besser nicht?
    Danke für die Tipps

    • Streusel schrieb am 20. Dezember 2020:

      Liebe Mona

      Das klappt auch mit bereits gehackten und gerösteten Haselnüssen sehr gut.
      Kann sein, dass es mit normaler Schokolade eeetwas weniger cremig wird, versuchen kannst du es aber.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Désirée schrieb am 21. Januar 2021:

    hallo judith, ich würde sehr gern dein nutella aufstrich probieren. kann ich statt couverture auch normal dunkleschokolade nehmen?
    liebe grüesse

    • Streusel schrieb am 22. Januar 2021:

      Hallo Désirée

      Das geht auch. Evt. benötigst du dann aber ein klitzekleines bisschen mehr Öl. Aber teste es mal einfach so, ohne das Rezept zu ändern. 🙂

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Blum Anna schrieb am 14. Februar 2021:

    Beste Nutella der Welt !!!

  • Heidi schrieb am 7. April 2021:

    Super gutes Rezept! Dabei habe ich schon haufenweise ausprobiert! Aber es ist einfacher als dasjenige von Michalak welches ich sonst gut finde und es hat vor allem genau die richtige Konsistenz! Bravo! Bei uns heisst es Mutella….

  • Heidi schrieb am 7. April 2021:

    (2) Übrigens röste ich die Haselnüsse oft bei 130 ca 1 Stunde im Ofen, dann sind sie einfach „getrocknet“ und haben den super gewünschten Geschmack. Ich stelle mein Mutella in den Kühlschrank und nach dem ersten Gebrauch in den Schrank, war bis jetzt kein Problem, wird allerdings auch sehr schnell gegessen……

  • Ursula Banholzer schrieb am 18. April 2021:

    Hallo Judith
    Ich habe den Schoko-Haselnuss-Aufstrich gemacht und der schmeckt mega gut, besser als Nutella, danke für das super super Rezept! Einziger Nachteil, der Aufstrich wird bei Zimmertemperatur relativ schnell flüssig. Gibt es eine Zutat die ein bisschen stabilisieren würde? Wie lange kann man den Aufstrich aufbewahren?
    Liebe Grüsse Ursula

    • Streusel schrieb am 19. April 2021:

      Liebe Ursula

      Dieses Problem hatte ich bei mir nicht. Ist es möglich, dass du etwas mehr Öl zugegeben hast. Schon 5–10 Gramm können einen Unterschied machen.
      Ansonsten könntest du das nächste Mal das Öl teilweise oder ganz durch Butter ersetzen. Dann muss der Aufstrich einfach zwingend in den Kühlschrank und ist etwas weniger lange haltbar.

      Liebe Grüsse
      Judith

  • Urs schrieb am 30. April 2021:

    Damit die Zutaten im Cutter (2 PS, 38K U/min) nicht zu heiss werden, verarbeite ich diese aus dem Kühlschrank (alles aus dem Vakuumierbehälter), wo ich sie zum Abkühlen über Nacht aufbewahre. Die Herstellung erfolgt somit in zwei Schritten.

    Weiter verwende ich Splitter von Criollo Bio-Kakao (Cacao Nibs), ebenfalls aus dem Kühlschrank (bei Lee Sport, Rothenburg).

  • nolimit schrieb am 7. Juli 2021:

    hallo Judith,
    ein geniales Rezept. Habe es gerade ausprobiert und vom warmen Aufstrich genascht. Es schmeckt so ähnlich wie das Samba
    aus dem Bioladen. Du hast einen Fan mehr…