KuchenKuchen und TortenRezepte    

Schweizer Zwetschgen-Wähe


10. November 2017
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Kategorien: KuchenKuchen und TortenRezepte

Für diese Zwetschgen-Wähe vergreife ich mich gerne, noch bevor der Winter überhaupt da ist, an meinen sorgsam gehüteten Früchte-Vorräten im Tiefkühlschrank. Denn dieses Rezept für die schweizer Schwester der französischen Tarte schmeckt mit selbst gemachtem Kuchenteig schon fast so gut, wie die Wähe von damals bei unserem Grosi (Grossmutter) zu Hause.

 

Rezept für Zwetschgen-Wähe – selber machen

 

Freitag ist Wähentag! Aber warum eigentlich?

Häufig wird in den Schweizer Bäckereien die Zwetschgen-Wähe (also eigentlich alle Wähen, egal mit welchem Belag) nur am Freitag gebacken und verkauft. Der Ursprung dieser Tradition ist religiöser Herkunft: Früher wurde bei den Katholiken freitags kein Fleisch gegessen, um sich mit diesem Verzicht jede Woche aufs Neue an den Karfreitag, an die unschuldige Verurteilung und den darauf folgenden Tod von Jesus zu erinnern. Als Alternative zum Fleisch, wurden darum oftmals salzige oder süsse Wähen aufgetischt – je nachdem was der Vorrat oder die Resteküche noch so alles hergab.

 

Für alle Nicht-Schweizer/innen unter meinen geschätzten Lesern

Wähen gibt es in der Schweiz in süsser oder in salziger Form und werden gerne zum Frühstück, als kleines Mittagessen, als Dessert am Nachmittag oder zum Abendessen (dann selbstverständlich mit dem obligatorischen Milchkaffee) gegessen.

 


 

Benötigte Zutaten

Ergibt: eine Wähe (Ø 24 cm)

 

Zwetschgen-Wähe

  • 1 Portion geriebener Teig
  • ca. 350 g Zwetschgen, gerüstet
  • Haselnüsse, gemahlen

 

Wähen-Guss

  • 20 g Weissmehl (Weizen)
  • 3 g Maisstärke (Maizena)
  • 50 g Vanillezucker
  • 3 g Zimt
  • 120 g Quark (0.5% Milchfett)
  • 100 g Eier
  • 120 g Milch

 


 

So gelingt die Zubereitung der Zwetschgen-Wähe

 

Vorbereitungen

  1. 1 Portion geriebener Teig nach Rezept zubereiten.
  2. Den Rand eines flachen Kuchenblechs (Ø 24 cm) mit Butter einfetten. Den Boden mit Backpapier belegen.
  3. Den Teig etwas grösser als das Kuchenblech ausrollen, ins Blech legen und mit einer Gabel stupfen. Das ist wichtig, damit die Zwetschgen-Wähe später beim Backen keine Blasen wirft und ihr im Anschluss den Backofen putzen müsst (hab ich einmal gemacht, werde ich nie wieder machen).
  4. Den Backofen auf 240°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

 

Wähen-Guss

  1. Das Mehl, die Maisstärke, Vanillezucker und Zimt in eine Schüssel geben und kurz mischen.
  2. Den Quark dazugeben und alles gut vermischen, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind.
  3. Dann die Eier beigeben und wieder gut vermischen.
  4. Zum Schluss die Milch dazugiessen und gut unterrühren.

 

Das Belegen

  1. Eine Handvoll gemahlene Haselnüsse gleichmässig auf dem Teigboden verteilen.
  2. Zwetschgen waschen, vierteln und den Teigboden damit belegen.
  3. Vorsichtig den Wähen-Guss darübergiessen, alles auf die unterste Schiene in den heissen Ofen schieben und für ca. 40 Minuten backen.
  4. Vor dem Essen leicht abkühlen lassen.

 


 

Tipps

  • Die Wähe lässt sich sowohl mit gefrorenen als auch mit frischen Zwetschgen zubereiten.

 


 

Ähnliche Rezepte

 


 

Rezept für Zwetschgen-Wähe – selber machen

 


 

Übersicht
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Schweizer Zwetschgen-Wähe
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2 Kommentare

  • Sascha schrieb am 23. April 2018:

    Hallo Streusel
    Kann ich anstatt den Guss die Vanillecreme der Vanillerollen verwendend?
    Herzliche Grüsse Sascha

    • Streusel schrieb am 23. April 2018:

      Hallo Sascha

      Das kannst du theoretisch schon, da die Vanillecreme ja backfest ist – aber wirklich empfehlen kann ich dir das nicht. Denn ob das in Bezug auf die Konsistenz der Wähe so ein Hit wird, bezweifle ich so ein ganz kleines bisschen. Denn die Vanillecreme ist zwar backfest, wird aber wahrscheinlich nicht so fest wie der Kuchenguss. Falls du es ausprobierst, wärs für mich sehr spannend zu wissen, wie sie herausgekommen ist und ob sie dir geschmeckt hat. 😉 Oh und ich würde dann die Reihenfolge des Belegens der Wähe ändern: Zuerst der Teig, dann die Vanillecreme und dann die Zwetschgen reindrücken.
      Ansonsten kann ich dir das Original-Rezept wärmstens empfehlen.

      Liebe Grüsse
      Judith